Versicherungskonzern: Allianz legt Gewinnsprung hin

Versicherungskonzern: Allianz legt Gewinnsprung hin

, aktualisiert 08. August 2014, 08:11 Uhr
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Der Versicherungskonzern präsentierte am Freitag seine Zahlen für das zweite Quartal.

Die Allianz konnte im zweiten Quartal ihren Gewinn deutlich steigern. Europas größter Versicherer übertraf die Erwartungen. Die Vermögensverwaltung schwächelt allerdings.

Die geringen Katastrophenschäden im zweiten Quartal heben die Stimmung bei Europas größtem Versicherer Allianz. Von April bis Ende Juni verdiente der Dax-Konzern unter dem Strich 1,76 Milliarden Euro und damit 10,5 Prozent mehr als ein Jahr zuvor, wie der Versicherer am Freitag mitteilte. Der operative Gewinn sprang um gut 17 Prozent auf fast 2,77 Milliarden Euro und übertraf damit deutlich die Erwartungen der Branchenexperten.

Für das laufende Jahr rechnet Vorstandschef Michael Diekmann weiter mit einem operativen Ergebnis von 9,5 bis 10,5 Milliarden Euro, sieht nun aber das obere Ende der Prognosespanne in Reichweite.

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Kunden ziehen Milliarden bei Pimco ab

Vor allem das Schaden- und Unfallgeschäft florierte, während die Vermögensverwaltung abermals schwächer abschnitt. Die Mittelabflüsse bei der US-Fondstochter Pimco gingen zwar weiter zurück. Die Kunden ziehen aber weiterhin Milliarden aus den Fonds ab. Im zweiten Quartal flossen 20,4 Milliarden Euro ab (erstes Quartal: 21,7), wie aus einer am Freitag veröffentlichten Präsentation von Allianz-Finanzvorstand Dieter Wemmer hervorgeht. Es war das vierte Quartal mit Mittelabflüssen in Folge.

Seit Mitte 2013 hat Pimco insgesamt gut 100 Milliarden Euro verloren. Für Kunden außerhalb des Allianz-Konzerns verwaltet Pimco nun noch 1,14 Billionen Euro. Das Unternehmen im kalifornischen Newport Beach macht seit Monaten Negativ-Schlagzeilen. Ein Streit mit dem Firmengründer Bill Gross hatte Pimco-Chef Mohamed El-Erian zu Jahresbeginn zum Rücktritt getrieben. Der von der Investment-Legende Gross verwaltete Total Return Fund hinkt seit Monaten den meisten Konkurrenzprodukten hinterher. "Der Schlüssel für die künftige Entwicklung von Pimco ist die Anlageperformance", sagte Wemmer. Auf Drei-Jahres-Sicht schnitten 89 Prozent der Pimco-Fonds besser ab als der Markt.

Gutes Quartal für AGI

Im Konzern legte das verwaltete Vermögen im zweiten Quartal dank gestiegener Marktwerte und Wechselkurse um 2,8 Prozent auf 1,81 Billionen Euro zu. Davon kamen aber 441 (Ende März: 423) Milliarden Euro von der Allianz selbst, die große Teile der Gelder ihrer Versicherten von Pimco verwalten lässt. Markteinflüsse ließen das verwaltete Vermögen um 38 Milliarden Euro wachsen. Bei der kleineren Allianz Global Investors (AGI) kamen zwischen April und Juni 3,2 Milliarden Euro zusätzlich herein, so viel wie in keinem Quartal vorher.

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"Die Entwicklung des Asset Management blieb im Rahmen unserer Erwartungen", resümierte Wemmer. Allerdings hatte die Allianz diese für 2014 deutlich reduziert: Statt 3,2 Milliarden Euro wie im Vorjahr soll die Sparte in diesem Jahr operativ 2,5 bis 2,9 Milliarden Euro abwerfen. Im zweiten Quartal schrumpfte der operative Gewinn auf 675 (2013: 804) Millionen Euro. Pimco steuerte dazu nur noch 597 (700) Millionen Euro bei, weil die Erträge in Newport Beach um 13,5 Prozent zurückgingen.

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