Allianz: Niedrigzinsen machen Versicherer vorsichtig

Versicherungskonzern: Niedrigzinsen machen Allianz vorsichtig

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Allianz-Chef Oliver Bäte

Die Allianz gibt sich auf ihrer Hauptversammlung skeptisch für das laufende Jahr. Einen Anstieg des Gewinns will der Konzern nicht versprechen.

Die Allianz will ihren Aktionären trotz eines starken Auftaktquartals keinen Gewinnanstieg im Gesamtjahr versprechen. Vorstandschef Oliver Bäte sagte am Mittwoch auf der Hauptversammlung in München, er erwarte nach wie vor ein Betriebsergebnis in einer Spanne von bis zu 500 Millionen Euro über oder auch unter dem Vorjahreswert von 10,8 Milliarden Euro. "Das nehmen wir uns vor, obwohl niedrigere Zinsen sich weiterhin in unseren Ergebnissen niederschlagen."

Die Dividende werde aber nicht sinken, bekräftigte Bäte. "Wir versprechen Dividendenkontinuität." Für das abgelaufene Jahr schüttet die Allianz 7,60 Euro je Aktie aus, 4,1 Prozent mehr als im Jahr zuvor. Außerdem werden die Anteilseigner mit einem milliardenschweren Aktienrückkauf verwöhnt.

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Von Januar bis März kletterte der operative Gewinn um 9,4 Prozent auf 2,9 Milliarden Euro. "Wir hatten einen guten Start in das Jahr 2017", sagte Bäte. Unter dem Strich verursachten Sondereffekte aber einen Gewinnrückgang um 15,3 Prozent auf 1,8 Milliarden Euro. Der Quartalsüberschuss des vergangenen Jahres war ungewöhnlich hoch ausgefallen, weil der Konzern Beteiligungen verkauft hatte.

Der Umsatz legte um 2,5 Prozent auf 36,2 Milliarden Euro zu, wie Europas größter Versicherer mitteilte. Der detaillierte Quartalsbericht soll am 12. Mai veröffentlicht werden.

Affinity Water Allianz steigt bei britischem Wasserversorger ein

Um ihre Position bei Infrastruktur-Investments auszubauen, ist die Allianz bei dem britischen Wasserversorger Affinity Water eingestiegen. Das Unternehmen versorgt gut 3,6 Millionen Menschen täglich mit Wasser.

Allianz steigt bei Wasserversorger ein. Quelle: dpa

Großschäden unter anderem aus Naturkatastrophen sorgten dafür, dass die Schaden- und Unfallversicherung zu Jahresbeginn weniger profitabel war als vor einem Jahr. Die Schaden-Kosten-Quote der Sparte stieg auf 95,6 Prozent von 93,3 Prozent vor Jahresfrist. Die Lebens- und Krankenversicherung profitierte dagegen von neuen Produktangeboten, die Neugeschäftsmarge verbesserte sich. Auch mit der Vermögensverwaltung zeigte sich Bäte zufrieden. Die US-Fondstochter Pimco, die in den vergangenen Jahren unter Mittelabflüssen litt, sei wieder "voll auf Kurs".

An der Börse kamen die Nachrichten gut an. Die Allianz-Aktie legte ein knappes Prozent zu und zählte damit zu den stärksten Werten im Dax. "Die wesentlichen Zahlen zeigen, dass das Kerngeschäft gut läuft", erklärten die Analysten von RBC Capital Markets.

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