Zurich: Durch Groß-Übernahme zum australischen Marktführer

Zurich: Durch Groß-Übernahme zum australischen Marktführer

Durch den Zukauf des Lebensversicherungsgeschäfts von ANZ steigt Zurich zum größten privaten Lebensversicherer Australiens auf. Es war bereits die dritte Übernahme in zwei Jahren auf dem Kontinent.

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Zurich wird durch einen 2,1-Milliarden-Euro-Zukauf Marktführer für private Lebensversicherungen in Australien.

Der Versicherungskonzern Zurich baut sein Geschäft in Australien mit der dritten Übernahme auf dem Kontinent innerhalb von zwei Jahren weiter aus. Das Schweizer Unternehmen übernimmt für umgerechnet 2,14 Milliarden Dollar das Lebensversicherungsgeschäft der Finanzgruppe ANZ, OnePath Life, wie Zurich am Montag mitteilte. Mit dem größten Zukauf seit 2011 steige der Konzern zum führenden Lebensversicherer für Privatkunden in Australien mit einem Marktanteil von 19 Prozent auf. Der Markt wachse schneller als in vielen anderen entwickelten Ländern, erklärte ein Konzernsprecher. Zurich hatte in Australien bereits den Reiseversicherungs-Anbieter Cover-More und das Lebensversicherungsgeschäft von Macquarie Life gekauft.

Europas fünftgrößter Versicherungskonzern rechnet dank des Deals mit einer Verbesserung der Profitabilität. Das Ziel für die Eigenkapitalrendite dürfte ab 2019 um rund einen halben Prozentpunkt anziehen. Für die Jahre 2017 bis 2019 hat sich der Konzern nach Steuern einen Betriebsgewinn von mehr als zwölf Prozent des Kapitals vorgenommen. Zurich will dank des australischen Geschäfts auch das Dividendenwachstum steigern. Zuletzt hatte der Konzern eine Dividende von 17 Franken je Aktie ausgeschüttet. OnePath Life kommt mit rund 900 Mitarbeitern auf Nettoprämien von rund 1,1 Milliarden Dollar. Bei Zurich waren es im Vorjahr rund 43 Milliarden Dollar.

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Vorbehaltlich der Genehmigung der Regulierer dürfte die Transaktion bis Ende 2018 abgeschlossen werden. Die Akquisition werde mit bestehenden flüssigen Mitteln und vorrangigen Anleihen finanziert und dürfte nur geringe Auswirkungen auf Zurichs Kapitalbasis haben. Der Schweizer Konzern habe zudem langfristige Vertriebsvereinbarungen mit ANZ geschlossen. Damit erhalten die Schweizer Zugang zu den sechs Millionen Kunden von ANZ.

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