Zurich: Konzernchef Martin Senn tritt zurück

Zurich: Konzernchef Martin Senn tritt zurück

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Sechs Jahre lang leitete Zurich-Chef Martin Senn die Geschäfte des Schweizer Versicherers.

Martin Senn, Chef des Versicherungskonzern Zurich, tritt zurück. Verwaltungsratspräsident Tom de Swaan übernimmt die Konzernleitung vorübergehend.

Nach Problemen im Hauptgeschäft Schadenversicherung tritt Zurich -Konzernchef Martin Senn mit sofortiger Wirkung zurück. Verwaltungsratspräsident Tom de Swaan übernehme die Konzernleitung interimistisch, teilte der fünftgrößte europäische Versicherungskonzern am Dienstag mit. Ein Nachfolger für Senn werde gesucht. Der Rücktritt habe keinen Einfluss auf die strategische Ausrichtung oder die finanziellen Ziele von Zurich.

"Wir mussten in den vergangenen Monaten einen Rückschlag einstecken, aber ich bin sicher, dass wir die richtigen Maßnahmen getroffen haben, um unsere Ziele zu erreichen", erklärte Senn in der Mitteilung. Zurich gehe weiter davon aus, bis 2016 das Eigenkapitalrendite-Ziel von zwölf bis 14 Prozent zu erreichen. Das Unternehmen wolle mit dem Jahresergebnis im Februar auch bekanntgeben, wie der Konzern überschüssiges Kapital von drei Milliarden Dollar einsetzen werde - für Zukäufe oder zur Rückzahlung an die Aktionäre. Die hohen Dividendenzahlungen gelten als ein Hauptgrund, warum Anleger zu Zurich-Aktien greifen.

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Senn war bei Zurich zuerst Anlagechef und dann sechs Jahre Konzernchef. "Nach zehn sehr intensiven Jahren bei Zurich habe ich in Absprache mit dem Verwaltungsrat entschieden, als CEO zurückzutreten und den Platz für frische Kräfte freizumachen", erklärte er. Der Zürcher Konzern hatte im September wegen der Probleme in der Schadenversicherung die milliardenschwere Übernahme des britischen Rivalen RSA abgeblasen. Neben hohen Zahlungen für die Explosionskatastrophe im Hafen der chinesischen Großstadt Tianjin kosteten Schäden im Autohaftpflicht- und Großkundengeschäft in den USA mehr Geld, als dafür zur Seite gelegt wurde. Zudem hält sich Zurich trotz prall gefüllter Kassen mit Zukäufen zurück. Für diesen Kurs wurde Senn wiederholt von Investoren kritisiert, die fehlendes Wachstum bemängeln.

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