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Versicherungen: Allianz-Vertretervereinigung boykottiert Verhandlungen

von Ingrid Herden

Die Vertretervereinigung der Allianz boykottiert die Verhandlungen über den Geschäftsplan 2010. Sie fordert eine bessere Bezahlung und wartet auf ein Angebot des Vorstands.

Kugelschreiber mit dem Quelle: dpa
Kugelschreiber mit dem Allianz-Logo Quelle: dpa

Den Vertretern der Allianz reicht es: Seit der Versicherungsriese seine Deutschland-Tochter umgebaut habe, sei der Innendienst oft nicht zu erreichen, und Policen würden falsch ausgestellt, beklagt die mächtige Interessengemeinschaft der Vertretervereinigung. Am vergangenen Montag ließ sie die Verhandlungen mit den deutschen Allianz-Vorständen über den Geschäftsplan 2010 platzen. Vorerst boykottiert sie die gesamte Zusammenarbeit in den Gremien der Allianz Beratungs- und Vertriebs-AG (ABV), der Außendienst-Tochter des Konzerns. Die Repräsentanten der rund 10.000 Allianz-Agenten fordern eine bessere Bezahlung. „Stattdessen wird im Geschäftsplan 2010 die Latte für die Bonifikationen noch einmal höher gelegt“, ärgert sich ein Vertreter.

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Diese gestaffelten Provisionen machen nach internen Schätzungen zehn Prozent der Bruttoeinnahmen in den Agenturen aus. Obwohl die ABV Nachbesserungen zugesagt habe, sei Vorstand Mathias Scheuber zuletzt mit leeren Händen zur Verhandlung erschienen, so die Interessengemeinschaft. Die Agenten-Vertreter wollen erst wieder verhandeln, wenn die Allianz konkrete Vorschläge vorlegt.

Damit gerät das Unternehmen in eine Zwickmühle: Konzernchef Michael Diekmann will in der schrumpfenden Sachversicherung binnen eines Jahres erreichen, dass Kosten und Schadenzahlung nur noch 96,5 Prozent der Einnahmen verzehren und nicht 97,4 Prozent wie derzeit. Erhielte der Vertrieb jetzt mehr Geld, wäre das Ziel infrage gestellt. Doch Diekmann weiß, dass er gegen die Vertreter keinesfalls mehr Geschäft machen kann. 2009 steuerte die deutsche Sachsparte mit 9,2 Milliarden rund 100 Millionen Euro weniger zum weltweiten Umsatz bei, der 97,4 Milliarden Euro betrug.

Die Allianz bedauert die Funkstille, aber sie „hält die Differenzen für überbrückbar“. Dem Vernehmen nach hat der künftige Deutschland-Chef Markus Rieß die Vertretervereinigung schon inoffiziell kontaktiert.

22 KommentareAlle Kommentare lesen
  • 21.11.2010, 12:38 UhrAnonymer Benutzer: EX Vertreter

    Schweine Laden.......Mann wird nur verarscht und kommt in Finanziele Probleme...:!!!!!!!!!!!!!
    Also Finger weg von der Allianz!

  • 19.11.2010, 09:12 UhrAnonymer Benutzer: Ex Allianzvertriebler

    Habe vor ca acht Monaten aus der AO gewechselt ins Maklergeschäft! Der beste Schritt meines Lebens! Man wird ganz anders von den Gesellschaften behandelt....selbst die Allianz kümmert sich mehr um dich, läd zu essen und hochkarätigen Schulungen ein...doch der Höhepunkt? Der Allianz Maklervertrieb macht sich sogar über die AO lustig...nach dem Motto: Denn Sie wussten nicht, was Sie tun! Jeder der was verändern will muss selbst aktiv werden, es gibt soviele Chancen in der Versicherungsbranche! Wagt den Schritt! Er wird belohnt.

  • 27.10.2010, 22:10 UhrAnonymer Benutzer: Vertreter dieses Verein´s

    schade nur, das die Vertreter nicht hinter der Entscheidung stehen die Gespräche mit der Gesellschaft wieder aufzunehmen bzw. gefragt wurden ...

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