Video-Überwachung: Lidl zahlt Mitarbeitern Prämie nach Bespitzelungs-Affäre

Video-Überwachung: Lidl zahlt Mitarbeitern Prämie nach Bespitzelungs-Affäre

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Ein Firmenschild vor einem Lidl-Markt in Fellbach bei Stuttgart.

Der Lebensmittel-Discounter Lidl reagiert nun auf den Druck der Bespitzelungs-Affäre: Wegen der Video-Überwachung von Mitarbeitern zahlt Lidl seinen Beschäftigten eine Prämie dafür, dass sie dem Lebensmittel-Discounter die Treue hielten.

Der Aufsichtsratsvorsitzende von Lidl und Kaufland, Klaus Gehrig, sagte der „Bild“-Zeitung, Lidl wolle sich bei den Beschäftigten dafür erkenntlich zeigen, dass sie dem Konzern während der Krise trotz eigener Verärgerung und vielfacher Kritik der Kundschaft treu geblieben seien. Vollzeitkräfte sollen 300 Euro bekommen, Teilzeitbeschäftigte würden eine entsprechend anteilige Zahlung erhalten. Gehrig kündigte zugleich an, dass das Unternehmen künftig nicht auf die Video-Überwachung verzichten werde: „Das geht bei einem Unternehmen mit 3.000 Märkten doch gar nicht. Wir werden wieder Kameras in den Märkten aufbauen - zum Schutz der Mitarbeiter und zum Schutz vor Dieben.“ Das werde aber im offenen Gespräch mit den Mitarbeitern geschehen, die ihre Zustimmung dazu geben sollten und die sich die Filme jederzeit ansehen könnten.

Der Kassenbereich werde davon aber ausgenommen, um den Verdacht einer möglichen Ausspionierung von EC-Geheimzahlen zu entkräften, betonte Gehrig dem Bericht zufolge: „Über den Kassen sind alle Kameras weg. Es gab keinen Fall von Missbrauch. Uns ist es wichtig, den Kunden zu sagen: Das Bezahlen mit der EC-Karte ist in den Lidl-Märkten absolut sicher."

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