Vijay Mallya: Indischer Brauerei-König stellt sich der Polizei

Vijay Mallya: Indischer Brauerei-König stellt sich der Polizei

, aktualisiert 18. April 2017, 15:22 Uhr
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Der milliardenschwere Unternehmer hat sich in Großbritannien der Polizei gestellt.

Quelle:Handelsblatt Online

Der indische Brauerei-König Vijay Mallya hat sich in Großbritannien der Polizei gestellt. In seinem Heimatland soll der frühere Chef der aufgelösten Airline Kingfisher Schulden in Milliardenhöhe angehäuft haben.

Neu DelhiDer in Indien gesuchte Brauerei-König und ehemalige Airline-Chef Vijay Mallya hat sich in Großbritannien gestellt. Wie die Polizei in einer Meldung bestätigte, hatte sie den 61-jährigen indischen Unternehmer am Dienstag wegen eines Auslieferungsantrags eines indischen Gerichts festgenommen.

Ein Staatssekretär des indischen Finanzministeriums bestätigte inzwischen, dass Mallya nach Zahlung einer Kaution wieder auf freiem Fuß ist. Der Betroffene selbst schrieb auf Twitter: „Der übliche indische Medienhype. Anhörung zur Auslieferung hat heute wie erwartet begonnen.“

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Mallya ist Chef und Eigentürmer des Force-India-Rennstalls. Der Unternehmer befindet sich bereits seit mehr als einem Jahr in Großbritannien. In Indien liegen mehrere Haftbefehle gegen ihn vor.

Mallya befindet sich in einem Rechtsstreit mit mehreren Banken in seinem Heimatland. Der Unternehmer schuldet den Geldhäusern laut deren Angaben mehr als 1,3 Milliarden Euro. Es handelt sich um Kredite und Verzugszinsen für seine Fluggesellschaft Kingfisher, die 2012 wegen Geldproblemen ihren Betrieb eingestellt hatte. Mallya hatte in Indien drei Vorladungen ignoriert, bei denen er als Zeuge befragt werden sollte. Daraufhin beantragten die Ermittler im vergangenen Jahr eine gerichtliche Anordnung, um eine Anwesenheit des Multimillionärs zu erzwingen.

Die indischen Behörden versuchen bereits seit mehr als einem Jahr, Mallya zur Rückkehr nach Indien zu bewegen. Bereits im April 2016 hatte das indische Außenministerium seinen Ausweis für ungültig erklärt. Weil er jedoch ein gültiges Visum für Großbritannien besitzt, wurde er bisher nicht abgeschoben.

Quelle:  Handelsblatt Online
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