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Villis: EnBW-Chef: Ausbau der erneuerbaren Energien braucht Zeit

Der Chef der Energie Baden-Württemberg (EnBW), Hans-Peter Villis, sieht das von der Politik anvisierte Tempo bei der Energiewende mit Skepsis.

„Der Ausbau der erneuerbaren Energien braucht Zeit“, sagte Villis der Wirtschaftswoche. So habe etwa der Bau eines der größten Wasserkraftwerke in Deutschland in Rheinfelden rund acht Jahre gedauert. „Daher ist die Kernenergie noch eine wichtige Brücke, auch weil sie CO2-frei und damit klimaschonend ist.“

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Veränderungen bei EnBW seien nicht so schnell möglich: „Wir sind atomlastig, weil wir in Süddeutschland benachteiligt sind, was Logistik- und Frachtkosten für Kohle angeht. Wir haben hier große industrielle Verbraucher, und das ist historisch der Grund dafür, dass die EnBW zur Hälfte von Kernkraft abhängig ist. Das kann man nicht mal eben so ändern“, sagte Villis.

Das gelte auch für die Energiewirtschaft insgesamt:  „Größere Importe können nicht unbegrenzt über die Leitungen fließen. Und selbst wenn die Erneuerbaren in zehn Jahren 35 Prozent erreichen sollen, benötigen wir immer noch 65 Prozent des Stroms aus anderen Quellen. Es ist alles nicht so einfach, wie sich das manche auch in der Ethikkommission vorstellen.“

4 KommentareAlle Kommentare lesen
  • 14.05.2011, 12:13 UhrAnonymer Benutzer: Hubert Daubmeier

    @Pinata
    Es ist ja nun nicht so, dass der Herr Villis in seine eigene Tasche wirtschaften würde, sondern für seine Aktionäre arbeiten muss. Wenn ich mich recht entsinne, ist ein Viertal davon das Land bW.

    @Goesebrecht
    Die Vorstellung mal eben ein paar bHW hinzustellen würde das Problem lösen halte ich für naiv. Zum einen müssen die mit irgendwas betrieben werden - entweder schippere ich fossiles Öl oder Gas von ganz weit her oder bau die letzten brachflächen mit Ölpflanzen zu. Und bis aus dem Müll genügend syntetische Treibstoffe rauskommen dauert es auch noch ein bisschen. Wobei eh fraglich ist ob da in Summe überhaupt genügend Müll und im Müll genügend inhaltsstoffe übrigbleiben.

    @WiWoWast
    Die erwähnten Dünnbrettbohrer können sich ja jetzt beweisen: Daimler, Porsche und co vergraulen, die Landschaft verspargeln, keine Speicher und keine Leitungen bauen, gegen sich selbst argumentieren und so fort. Wahrscheinlich wird das reale Leben dann viel krasser als meine naiven beispiele.

  • 10.05.2011, 12:50 UhrAnonymer Benutzer: Pinata

    Schon klar, dass der das sagen muss. immerhin bringt ihm ein weiterer Tag mit AKWs noch ein paar Milliönchen. Wie "Goesebrecht" schon sagt, Hauptsache die Grossen 4 behalten ihre Stellung im Markt. Aber das kann ich den Herren Villis, Teyssen und wie die Deppen alle heissen, denen wohl die Krawatte zu eng gebunden wurde... Der Umbruch ist da! Und ihr werdet den Markt teilen müssen!

  • 08.05.2011, 18:11 UhrAnonymer Benutzer: Goesebrecht

    Statt die Mini-bHKW in jeden Haushalt zu installieren, hält man an alter Technik fest. bHKW bedeutet Dezentralisierung, Netzentlastung und Co² Einsparung.Zusammengeschaltet ergeben sie das Virtuelle Großkraftwerk.Dies wird totgeschwiegen, weil es die einzige ernstzunehmende Gefahr für die herschende Energiestruktur bedeutet.

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