Volkswagen: Kampf um die Weltspitze

Volkswagen: Kampf um die Weltspitze

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Volkswagen

Sieben Jahre bleiben Volkswagen noch: Bis 2018 will der Konzern der größte, profitabelste und beliebteste Autohersteller werden und Toyota auf die hinteren Plätze abdrängen. Doch es wird eng an der Weltspitze. Volkswagen ist von den starken Konkurrenten umzingelt.

Es war im August 2010, als der US-Auto-Guru Ron Harbour im WirtschaftsWoche-Interview prophezeite: "Toyota, Volkswagen und Hyundai werden in fünf Jahren um Platz eins kämpfen. General Motors und Ford hoffen, dann auch unter den globalen Top Fünf zu sein." Eine echte  Überraschung: Harbour, der wie kein Zweiter die Effizienz der Hersteller weltweit analysiert und vergleicht (Harbour Report), sah den südkoreanischen Hyundai-Kia-Konzern als einen Kandidaten für die Weltspitze. Seitdem jedoch VW zum Jahreswechsel in internen Schreiben an Konzernmanager vor dem Aufstieg Hyundais warnte, ist es offiziell: Der Autobauer ist der fünfte Spieler in der Top-Liga.

Hauptversammlung

Doch auch die anderen drei großen Volkswagen-Konkurrenten Toyota, General Motors und Ford geizten in den vergangenen Monaten nicht mit Überraschungen. Toyota wurde nach dem Qualitätsproblemen in den USA und durch die Tsunami- und Atomkatastrophe gleich ein zweites Mal hart getroffen und wird zumindest vorübergehend die Pole Position der Autoindustrie einbüßen.

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Der GM-Konzern kam viel schneller auf die Füße, als die meisten Konkurrenten angenommen hatten und will im laufenden Jahr schon wieder das sein, was er vor der Insolvenz 76 Jahre lang war: der größte Autohersteller der Welt. Noch sagenhafter ist jedoch, wie Ford sich aus der Asche erhebt. Der Insolvenz konnte der Konzern knapp entkommen, um dann schon bald der Konkurrenz im Heimatmarkt zu enteilen und sogar VW bei der Profitabilität in den Schatten zu stellen.

Keine Frage, es läuft gut für den VW-Konzern, dessen Aktionäre sich heute zur Hauptversammlung in Hamburg treffen. Der Konzern will sich bis spätestens 2018 an der Weltspitze etablieren. Wenn es klappt, wird es aber eher ein Photo Finish als ein Durchmarsch, denn die Wolfsburger sind umzingelt von vier Konkurrenten, die nicht unterschätzt werden sollten.

Toyota: Zwei Milliarden Minus

Nach der Katastrophe in Japan hatten die meisten Analysten vermutet, dass sich der weltgrößte Autobauer Toyota schnell von den Folgen erholen werde. Nun müssen sie einräumen, dass sie sich verschätzt haben. So heißt es inzwischen bei der Ratingagentur Standard & Poor's: Die japanischen Hersteller könnten Marktanteile verlieren und auch auf längere Sicht im Wettbewerb schlechter dastehen.

Frühe Warnungen vor massiven Folgen haben sich damit als richtig erwiesen.

Toyota geht davon aus, dass die Produktion nicht vor November oder Dezember wieder den normalen Umfang erreichen wird. Der Autobauer könnte deshalb in den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres (bis Ende September) ein Minus von zwei Milliarden Euro einfahren, so der Durchschnittswert der Schätzungen der von der Nachrichtenagentur Bloomberg befragten Analysten.

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