Volkswagen: Ruhig Blut bei VW-Gewinneinbruch im dritten Quartal

Volkswagen: Ruhig Blut bei VW-Gewinneinbruch im dritten Quartal

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Mitarbeiter im VW-Stammwerk Wolfsburg

von Martin Seiwert

Volkswagen hat heute seine Quartalszahlen samt kräftigem Gewinneinbruch präsentiert. Was zunächst nach einem dramatischen Einbruch aussieht, entpuppt sich bei näherem Hinsehen als reichlich unspektakulär.

Die neuen Quartalszahlen von Volkswagen sind wie das Wetter an diesem 29. Oktober: Unspektakulär. Bewölkt, aber meist kein Niederschlag; kühl, aber nicht ungewöhnlich kalt für die Jahreszeit; leichter Westwind, aber weit und breit kein Herbststurm in Sicht. Oder um es mit den Quartalszahlen zu sagen: Der Absatz ging in den ersten drei Quartalen zwar um fast fünf Prozent zurück, doch da der Weltmarkt um 12 Prozent einbrach, ist das Ergebnis gar nicht übel.

Beim Umsatz ein ähnliches Bild. Zwar verloren die Wolfsburger fast 10 Prozent. Das ist ein schmerzhaftes Minus - und doch eine Zahl, über die sich viele schwer angeschlagene Konkurrenzunternehmen freuen würden. Der Gewinn der ersten neun Monate ist um satte 82,5 Prozent eingebrochen, doch die Börsianer sehen’s locker. Sie haben ungefähr mit einem Gewinneinbruch in dieser Höhe gerechnet und weisen darauf hin, dass es bei anderen Autobauern noch viel schlimmer stehe.

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Der dritte Quartalsbericht zieht auch eine Bilanz der Abwrackprämie. Auch diese Bilanz ist vor allem eines: Gemischt. Die Steuermilliarden pushten den VW-Absatz in Deutschland um 34 Prozent, im dritten Quartal sogar um 48 Prozent. Wie es ohne die Subvention gelaufen wäre, zeigen die Verkäufe im Ausland, die um über 12 Prozent schrumpften – obwohl auch dort teilweise mit Abwrackprämien nachgeholfen wurde.

Dass trotz der staatlich geförderten Verkäufe die Gewinne einbrachen, zeigt das Dilemma der Abwrackprämie. Sie kurbelte fast ausschließlich den Verkauf kleiner, margenschwächerer Fahrzeuge an. Und selbst die mussten mit zusätzlichen Rabatten in den Markt gedrückt werden. Ein neuer VW-Golf mit einem Gesamtrabatt (Abwrackprämie plus Hersteller- und Händlerrabatt) von über 40 Prozent war im dritten Quartal keine Seltenheit.

Bleibt unterm Strich die Erkenntnis, dass es Herbst ist, dass das Wetter schon mal schöner war und dass es in den kommenden Monaten bestimmt nicht besser wird. Aber der Frühling in Wolfsburg wird kommen, und wahrscheinlich früher als anderswo. VW hat gute Chancen, als Gewinner aus der Krise hervorzugehen und dem Ziel, Toyota als Nummer eins der Welt abzulösen, ein gutes Stück näher zu kommen. Der Marktanteil der Wolfsburger kletterte von 10 auf 11,7 Prozent.

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