Volkswagen: VW-Topmanager erhalten neue Aufgaben

Volkswagen: VW-Topmanager erhalten neue Aufgaben

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Volkswagen CEO Martin Winterkorn

von Franz W. Rother

Konzernchef Martin Winterkorn baut sein Team um. Die Personalrochaden sollen VW zum integrierten Automobilkonzern machen. Zwei Ex-Audianer werden zu Porsche wechseln - aber ein Hoffnungsträger verlässt den Konzern.

Mit einem umfangreichen Personalrevirement will VW-Konzernchef Martin Winterkorn im Spätsommer seinem Ziel, dem integrierten Automobilkonzern, näher kommen. Damit beginnt auch Phase zwei des Prozesses zur Eingliederung von Porsche. Noch ist nichts in Blei gegossen, wie es in der Konzernzentrale heißt, aber die neue Mannschaftsaufstellung wird auf den Fluren dort bereits diskutiert. In einem ersten Schritt wird demnach Michael Macht, 49, als Vorstandschef und „Sturmspitze“ der Porsche AG abgelöst und durch den VW-Modellstrategen Matthias Müller, 57, ersetzt.

Macht, der erst vor einem Jahr aus politischen Gründen und mangels Alternativen dem geschassten Wendelin Wiedeking als Porsche-Chef nachfolgte, wechselt in den VW-Vorstand. Dort soll der ausgewiesene Fertigungsspezialist die Verantwortung für die weltweite Fahrzeugproduktion übernehmen. Eine Aufgabe, der sich Macht dem Vernehmen nach gerne stellen würde. Die repräsentativen Aufgaben als Porsche-Chef lagen dem eher drögen Ingenieur nicht.

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Da ist sein Nachfolger in Stuttgart, der Winterkorn-Vertraute Müller, von anderem Kaliber: Der gebürtige Sachse und bekennende Bayer hat sich als Produktentwickler bei Audi und später bei VW als Produktstratege zu einem echten „Markenversteher“ entwickelt. „Der kann dem Mythos Porsche sicher schnell wieder zu neuem Glanz verhelfen“, berichtet ein langjähriger Wegbegleiter, der Müller als „entscheidungsstark“ erlebte.

Zusammen mit Müller wechselt wohl ein weiterer Ex-Audianer zu Porsche: Wolfgang Hatz, derzeit noch Leiter der Aggregate-Entwicklung bei VW, soll als neuer Entwicklungsvorstand den Sportwagenhersteller zur technologischen Speerspitze des Konzerns formen und dabei so etwas wie einen modularen Sportbaukasten einrichten, aus dem sich auch die Schwestermarken Lamborghini und Bugatti bedienen können.

Dabei kann Hatz dann eng mit seinem Vorgänger zusammenarbeiten: Wolfgang Dürheimer, derzeit noch Vorstand Forschung und Entwicklung bei Porsche, wird nach Informationen aus dem Konzern die Leitung von Bentley und Bugatti übernehmen, wenn der derzeitige Markenverantwortliche, Ex-Audi-Chef Franz-Josef Paefgen, in den Ruhestand tritt.

Noch ein Fragezeichen steht hinter Porsche-Vertriebschef Bernhard Maier, der erst im April berufen wurde, in Stuttgart aber schon als Fehlbesetzung gilt. Entschieden hat sich dagegen Stefan Jacoby: Der Präsident von Volkswagen of America heuert nach Informationen aus Schweden demnächst als Chef von Volvo Cars beim chinesischen Autobauer Geely an.

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