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Volkswagen: VW verhandelt mit Berlin über Elektro-Allianz

von Martin Seiwert

Berlin will mit Europas größtem Autobauer eine Elektroauto-Allianz schmieden.

Seit Juni kurven 35 elektrische VW Golf zu Testzwecken durch Berlin. Geht es nach Volkswagen-Chef Martin Winterkorn, sind es bald schon ein paar Tausend mehr: VW verhandelt mit dem Berliner Wirtschaftssenat über ein gemeinsames Großprojekt rund ums Elektroauto.

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In der Hauptstadt könnte eines von mehreren Projekten angesiedelt sein, die den Deutschen die Elektromobilität schmackhaft machen sollen. Die Bundesregierung unterstützt diese sogenannten Schaufenster-Projekte mit einer Milliarde Euro. Im Herbst werden sie ausgeschrieben, im Sommer 2012 sollen sie schließlich starten. Zahlreiche bestehende Projekte werden sich um die Fördermittel bewerben – angeblich wurden bereits zwei Dutzend bei der Bundesregierung vorstellig. Mit einem Zuschlag dürfen aber nur vier bis sechs rechnen. In jedem der siegreichen Schaufenster sollen zwischen 20.000 und 50.000 Elektrofahrzeuge zum Einsatz kommen.

Den geplanten Schaufenster-Projekten in Bayern und Baden-Württemberg werden aufgrund der dort ansässigen Autohersteller beste Chancen auf einen Zuschlag eingeräumt. Berlin kann mit dem Hauptstadtstatus punkten. Nicht schlecht sieht es auch für Thüringen als ostdeutschen Kandidaten aus.

Nach Angaben des Berliner Wirtschaftssenats finden derzeit Verhandlungen mit VW über ein gemeinsames Schaufenster-Projekt statt. „Volkswagen ist für Berlin ein interessanter Partner“, so ein Sprecher, „auch wegen der räumlichen Nähe zu Wolfsburg.“ VW bestätigt die Verhandlungen, möchte allerdings „keine definitive Aussage über eine Beteiligung machen, bevor die endgültigen Ausschreibungskriterien veröffentlicht sind“.

Für Nordrhein-Westfalen sind das gute Nachrichten. Wirtschaftsminister Harry Voigtsberger (SPD) war nervös geworden, nachdem die WirtschaftsWoche im Juli berichtet hatte, welche Länder im Rennen vorne liegen – das bevölkerungsreichste Bundesland war nicht dabei. Auch wenn in den Medien über Gewinner spekuliert werde, sei der Wettbewerb weiter offen, ließ der Minister verbreiten. Sollte sich VW mit Berlin zusammentun und auf ein Projekt in Niedersachsen verzichten, steigen Voigtsbergers Chancen.

Auch Thüringen lässt nicht locker. Früh rüstete sich der Außenseiter, etwa mit einer Studie der Unternehmensberatung McKinsey. Nun legt Wirtschaftsminister Matthias Machnig (SPD) nach: Das Opel-Werk Eisenach werde ab 2014 oder 2015 den neuen Kleinstwagen mit dem Arbeitsnamen Junior als Elektroauto fertigen. „Dass das Elektroauto hier gebaut wird, hat Opel bereits entschieden“, sagt Machnig. „Das stärkt uns natürlich als Standort für Elektromobilität.“

1 KommentarAlle Kommentare lesen
  • 15.08.2011, 17:58 UhrAnonymer Benutzer: Schmieren

    Die VW-Krake schmiert Politiker, damit diese sinnlose Elektroautos genehmigen und subventionieren! Das gibt es nur in dieser korrupten bananenrepublik!

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