Volvic: Ein Hauch Grün

Volvic: Ein Hauch Grün

Mit einer Art Bioplastikflasche will Danone die Wassertochter Volvic aus der Schusslinie bringen.

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Tom Albold

Tom Albold schwärmt von vielen Hundert Brunnen, die Danone in Afrika bauen ließ, von Projekten zum Schutz von Biosphärenreservaten, vom Erhalt der Trinkwasserqualität, von deutlichen Reduzierungen des CO2-Ausstoßes und, und, und. Wer dem 40-jährigen Deutschland-Chef der Danone-Wassersparte lange genug zuhört, glaubt am Ende, der Konzern sei grüner als Greenpeace.

Das ist natürlich überhaupt nicht so. Dem Marktführer im deutschen Mineralwassermarkt bleibt nur nichts anderes übrig, als unablässig das ramponierte Image der Branche aufzuhübschen. Immer wieder werden die Hersteller von Verbraucher- und Umweltschützern sowie nichtstaatlichen Organisationen mit Kritik geflutet: Danone, Nestlé & Co. beuteten die Wasservorräte kommerziell aus, füllten das kostbare Nass in Flaschen aus umweltschädlichem Plastik und verkauften es zu vielfach überhöhten Preisen. Millionen von Plastikpullen würden klimaschädlich rund um die Welt kutschiert und endeten als Müll.

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Um solchen Kampagnen zu begegnen, haben sich die Danone-Manager eine angeblich umweltfreundliche Halbliter-Plastikflasche ausgedacht. Die Pulle besteht zu 25 Prozent aus wiedergewonnenem PET sowie zu 20 Prozent aus biologischen Rohstoffen; der Rest ist herkömmliches PET. Der 20-prozentige Bioanteil wird mithilfe neuer Technologien aus Melasse-Sirup gewonnen, einem Nebenprodukt der Zuckerproduktion aus Zuckerrohr. Die neue Flasche ist laut Danone-Manager Albold, der von Procter & Gamble zu Danone gewechselt war, so stabil wie die Verpackung aus konventioneller Produktion und zu 100 Prozent recycelbar. Allerdings seien die Rohstoffe um vier bis fünf Prozent teurer als bei der herkömmlichen PET-Flasche. „Aber für den Verbraucher“, verspricht Albold, „ist die Flasche nicht teurer.“

Die Ökopulle soll helfen, den CO2-Ausstoß bis Ende 2011 um 40 Prozent zu reduzieren. Aus gleichem Grund hat Danone den Transport der Volvic-Flaschen von der Mineralquelle in der französischen Auvergne nach Deutschland komplett auf die Schiene verlegt.

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