HB MÜNCHEN. „Wir haben die HVB als unseren bevorzugten Partner auserkoren“, sagte eine Sprecherin des weltgrößten Rückversicherers am Mittwoch in München. Zunächst werde aber noch nicht der gesamte Zahlungsverkehr im In- und Ausland auf die HVB übertragen. „Der Hauptteil wird über die HVB laufen“, fügte die Sprecherin hinzu, ohne die Größe zu beziffern. Auf Grund von vertraglichen Gegebenheiten könnten jedoch einige Auslandstransfers nicht über die HVB-Plattform laufen. Die „Financial Times Deutschland“ hatte in ihrer Mittwochausgabe berichtet, dass der gesamte Zahlungsverkehr der Münchener Rück mit einem Volumen von jährlich 200 Mrd. € zentral über die HVB laufen solle. Allein im Deutschlandgeschäft der Versicherungen werde die HVB mindestens 50 Mill. Lastschrifteinzüge und Leistungszahlungen von der Lebensversicherung bis zur Medikamentenerstattung abwickeln. Das Gesamtvolumen betrage hier jährlich etwa 120 Mrd. €. Hinzu komme der Auslandszahlungsverkehr mit rund 87 Mrd. €. Bislang nutzten die Münchener Rück und ihre Erstversicherungsgruppe Ergo, zu der 95 Versicherungen wie Victoria, DAS, Hamburg-Mannheimer und DKV gehören, im Zahlungsverkehr verschiedene Kreditinstitute. Der Anteil der HVB in der inländischen Abwicklung habe bei rund zehn Prozent gelegen. Durch das Abkommen mit Münchener Rück und Ergo steige das gesamte Zahlungsverkehrsvolumen der HVB um mehr als ein Viertel, sagte die Sprecherin. Die HVB, Deutschlands zweitgrößte Geschäftsbank, laste ihr System für den Zahlungsverkehr besser aus und die Münchener Rück wickele die Geschäfte über nur noch über eine Plattform ab. „Die Vorteile passen für beide“, sagte die Münchener-Rück-Sprecherin. Die beiden Unternehmen sind bereits durch eine Vertriebskooperation miteinander verflochten. Die Münchener Rück ist mit 18,4 % der einzige HVB-Großaktionär und die Münchener Großbank ihrerseits hält knapp zehn Prozent an dem Versicherer. Die Aktie der HVB gab gegen den Markttrend leicht um 0,27 % auf 14,72 % nach. Papiere der Münchener Rück verteuerten sich um 1,19 % auf 75,07 €.
Die zwei zurückliegenden Wochen haben gezeigt: Billigstrategien im Fernverkehr gehen auf. Auf der Straße feiert...






















