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Vulkanausbruch: Klimasünder Vulkan

von Katharina Sekareva

Der Vulkan in Island spuckt nicht nur die Aschewolke aus, die derzeit den europäischen Flugverkehr lahmlegt. Auch viele giftige Gase werden in die Atmosphäre geschleudert, darunter auch das Treibhausgas CO2. Für die Umwelt könnte das richtig teuer werden – in Geld umgerechnet.

A handout photo made available Quelle: dpa
A handout photo made available on 15 April 2010 by the Icelandic Coast Guard shows an ash plume from Eyjafjallajokull Volcano in Iceland, taken from an Icelandic Coast Guard helicopter TF GNA on 14 April 2010. The helicopter has been on standby since 13 April, but only flew in on 14 April 2010 and took some samples to be viewed at the University of Iceland Institute of Earth Sciences (Faculty of Earth Sciences) in Reykjavik. EPA/ICELANDIC COAST GUARD / HANDOUT EDITORIAL USE ONLY/NO SALES (c) dpa - Bildfunk Quelle: dpa

Bei einem Ausbruch schleudert ein Vulkan einen ganzen Gascocktail in die Luft. Darunter ist beispielsweise das hochgiftige Schwefeldioxid, das auch bei der Verbrennung von Kohle entsteht. Dieses Gas zeichnet sich durch einen beißenden Geruch und säuerlichen Geschmack aus und ist für saueren Regen verantwortlich. Um die Umwelt nicht zu sehr zu belasten, filtern Stromerzeuger wie RWE Schwefel aus ihren Abgasen und machen daraus Gips.

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Das zweite Problem ist Kohlestoffdioxid: Hunderttausend Tonnen können bei einer Eruption in die Luft gelangen. Dadurch entsteht – in CO2-Zertifikaten berechnet – ein großer Umweltschaden. So müssen etwa Eon oder RWE für jede Tonne CO2 ihrer Kraftwerke 14 Euro bezahlen. Beim größten Vulkanausbruch der jüngeren Geschichte am Mount St. Helens im US-Bundesstaat Washington 1980 wurden 540 Millionen Tonnen CO2 in die Luft geschleudert. Rechnerisch ergibt das einen Schaden von 7,5 Milliarden Euro. Zum Vergleich: Der gesamte deutsche Autoverkehr emittiert rund 90 Millionen Tonnen CO2 – pro Jahr.

Welche Umweltsünden dem Vulkan Eyjafjalla zuzurechnen sind, können Forscher noch nicht sagen. „Die Zusammensetzung der Gase ist bei jedem Vulkan unterschiedlich“ sagt Knut Hahne vom Geologischen Forschungszentrum Potsdam. So spucke der Ätna auf Sizilien oder der Merapi auf der indonesischen Insel Java viel giftiges Schwefeldioxid aus, aber wenig CO2. Wenigstens in Sachen Schwefelbelastung, die auch für den Menschen gefährlich werden kann, gibt Hahne erstmal Entwarnung. „Im Moment sind die Werte in Deutschland vollkommen normal, es gibt keine gesundheitliche Gefährdung.“

16 KommentareAlle Kommentare lesen
  • 11.04.2011, 12:16 UhrAnonymer Benutzer: Rabea

    Die erde ist schon ein wundersamer Planet. Doch ich liebe sie wie sie ist und das ist auch gut so (:
    MFG RAbEA

  • 11.05.2010, 02:08 UhrAnonymer Benutzer: noname

    wenn man sich ein wenig über vulkane informiert hat, wird man feststellen, daß sie höchstens das weltklima abkühlen können. (z.b. "kleine eiszeit" zu göthes zeiten) also braucht man eher angst vor einem verregneten sommer haben, als vor klima-erwärmung wegen co2.

    ich muß zugeben, daß ich auch erstmal auf den ganzen co2-schmarn reingefallen bin, weil ich in chemie null aufgepasst habe. ich dachte, co2 ist das stinkende, gifte zeug, was hinten beim auto raus kommt. als ich aber erfahren habe, daß wir menschen das ausathmen, dachte ich mir: moment mal, da stimmt doch was nicht...

    tja, wer ungebildet ist, läßt sich halt auch leichter verarschen, weil man dann schnell denkt die anderen werden schon recht haben, auch wenn sie nur blödsinnige behauptungen aufstellen und vielleicht noch pseudo-beweise bringen.

  • 20.04.2010, 15:46 UhrAnonymer Benutzer: Truth

    Da kann man nur darauf hinweisen:
    http://video.google.com/videoplay?docid=-5576670191369613647#

    Es gibt den Dokumentarfilm auch in deutscher Sprache

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