Vulkanausbruch: Vulkanasche legt Großteil der deutschen Flughäfen lahm

Vulkanausbruch: Vulkanasche legt Großteil der deutschen Flughäfen lahm

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Annulierte Flüge sind auf einer Anzeigetafel zu sehen

Die isländische Aschewolke bringt Deutschlands Flugverkehr zum Erliegen: Nun ist auch der Flughafen Frankfurt bis auf weiteres gesperrt. Zahlen und Fakten zum Vulkanausbruch.

Solch eine Störung hat der Flugverkehr noch nicht erlebt: In weiten Teilen Europas mussten die Airports schließen, als eine Aschewolke des isländischen Vulkans Eyjafjallajökull das Festland erreichte.

Heute am frühen Morgen wurden weite Teile des deutschen Luftraums gesperrt. Betroffen davon waren beide Flughäfen in Berlin, sowie die Airports Hamburg, Düsseldorf und Hannover, von wo keine Maschinen starten und landen konnten. Auch die Flughäfen in Bremen, Münster/Osnabrück und Köln/Bonn blieben zunächst gesperrt.

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Auch der Flugbetrieb in Frankfurt ist komplett zum Erliegen gekommen. Seit dem Morgen sind an Deutschlands größtem Flughafen weder Starts noch Landungen möglich. Wann der Flugbetrieb wieder aufgenommen wird, steht in den Sternen“, sagte der Sprecher. „Das kann im Laufe des Tages passieren oder mehrere Tage dauern.“ Pro Tag starten und landen in Frankfurt rund 1400 Maschinen.

Wann die Flüge wieder aufgenommen werden, hängt davon ab, wie lange der Vulkan auf Island noch Asche spuckt und wie sich das Wetter in Europa entwickelt. Die Aschewolke werde den europäischen Luftverkehr „für mindestens die nächsten 24 Stunden“ weiter behindern, teilte die Luftfahrtbehörde Eurocontrol heute mit. Das englische Wetterinstitut Metoffice veröffentlicht im Internet Karten mit der wahrscheinlichen Entwicklung der Aschewolke (hier gelangen Sie direkt zum Metoffice). Nach den Prognosen der englischen Wetterforscher dürfte Deutschland heute Nacht um 00.00 Uhr komplett unter der Aschewolke liegen, die sich in elf Kilometern Höhe ausbreitet. Fast der gesamte Norden Europas, Ungarn, Teile von Österrreich und der Schweiz dürften dann ebenfalls im Aschegürtel liegen.

Teures Schauspiel für die Fluggesellschaften

50 Millionen Euro Umsatzausfall erleiden die großen europäischen Fluggesellschaften schätzungsweise am Tag, wenn sie wegen der Aschewolke des isländischen Vulkans Eyjafjallajökull ein Viertel des Flugverkehrs einstellen müssen. Die Partikel in der Vulkanasche sind ein sechzehntel bis zwei Millimeter groß, härter als Stahl und werden nicht vom Wetterradar der Flugzeuge erkannt. Die Asche besteht aus Silizium,  kann in die Turbinen der Maschinen eindringen und diese zum Absturz bringen. Zudem zieht die Asche die Außenhülle des Flugzeugs schwer in Mitleidenschaft.

Ein Viertel der Flüge fiel aus

28 000 Flüge gibt es jeden Tag über Europa. 6000 Flüge fielen schon am Donnerstag aus, als die Aschewolken des Vulkans West- und Nordeuropa erreichte. Heute rechnet die Luftfahrtbehörde Eurocontrol mit 11.000 Flügen im europäischen Luftraum. Es fallen also 17.000 Flüge aus. Bei den transatlantischen Verbindungen werde es nur 100 bis 120 statt der üblichen 300 Flüge geben. Auch der Flugverkehr mit Asien ist massiv betroffen: Allein zwischen Japan und Europa wurden nach Angaben japanischer Airlines rund 20 Flüge gestrichen.

Großbritannien, Irland, mehrere skandinavische Länder, Belgien und die Niederlande sperrten gestern ihren Luftraum aus Sicherheitsgründen. Gestern Abend stellten auch viele deutsche Airports den Betrieb ein. Passagiere saßen fest, und Flugspediteure wichen auf die Straße aus.

Nun haben auch Polen, Tschechien und Österreich Sperrungen bekanntgegeben. Sogar in Russland zwangen die winzigen Aschepartikel aus Island etliche Maschinen auf den Boden.

Letzter Ausbruch des Vulkans im Jahr 1821

Zwei Jahre dauerte der letzte große Ausbruch des isländischen Vulkans im Jahre 1821. Damals schleuderte er vier Millionen Kubikmeter dunkelgrauer Asche in die Atmosphäre. Die Wolke des aktuellen Ausbruchs hatte am Donnerstagmittag bereits eine Größe von 200 mal 100 Kilometern und driftete in einer Höhe von sechs bis elf Kilometern.

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