Oktober 2008 - Porsche weckt Rachegelüste

Porsche gibt bekannt dass auf über 50 Prozent aufgestockt werden soll und Optionen für eine Aufstockung auf über 75 Prozent gekauft wurden. Der VW-Kurs spielt verrückt, steigt auf über 1000 Euro, was Banken, Fonds und Dax-Konzerne Milliarden kostet.
Porsche nutzt die Schwankungen, um Kasse zu machen, was die Wut der Geschädigten weiter steigert. Sie schwören Rache.
März 2009 - Das Blatt wendet sich
Porsche ist wegen der Optionsgeschäfte und des Aktienkaufs mit Milliarden verschuldet, neue Kredite sind wegen der Finanzkrise und der Rache der Banker nur schwer zu bekommen. Porsche muss VW um einen Notkredit von 700 Millionen Euro anbetteln und sichert künftige Solidarität zu. Erstmals kommt die Idee auf, dass Porsche saniert wird, indem das Unternehmen in den VW-Konzern integriert wird. VW könnte das Blatt wenden und Porsche kaufen. Piech frohlockt.
Mai 2009 - Die Retter aus dem Morgenland
Wiedeking arbeitet heimlich an einem Plan, bei dem Porsche ohne die Hilfe von VW überlebt. Er versucht von Arabern, Daimler, Chinesen, Russen und KfW Geld zu bekommen, um seine VW-Übernahme weiter betreiben zu können. Zunehmend verliert er aber den Rückhalt in den Familien. Piech demontiert ihn öffentlich bei einem Auftritt auf Sardinien. Es ist noch Propaganda, denn noch sitzt Wiedeking im Sattel. Später verdichten sich jedoch die Hinweise, dass Wiedeking gehen muss.
Juli 2009 - Das letzte Gefecht
Die WirtschaftsWoche berichtet am 15. Juli als Erste, dass der Abgang von Wiedeking beschlossen ist. Porsche dementiert heftig und spricht von "Mobbing" und einem "Medienkrieg". Doch Wiedeking verhandelt bereits mit einem Arbeitsrechtler über die Modalitäten seiner Abfindung und mit Michael Macht ist ein kommisarischer Nachfolger gefunden. Etwas mehr als eine Woche später gibt Porsche das Aus offiziell bekannt.
In der kommenden Ausgabe der WirtschaftsWoche lesen Sie, wie der ehemalige Inspekteur der Marine und Vizeadmiral a.D. Lutz Feldt den Wirtschaftskrieg aus militärtaktischer Sicht beurteilt.














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Alle Kommentare lesen29.07.2009, 21:38 UhrAnonymer Benutzer: Ulrich
ich verstehe das Wehklagen bezüglich Herrn Wiedeking nicht. Sicherlich war er einmal ein erfolgreicher Manager, die betonung liegt auf "war", denn im entscheidenden Augenblick hat er sich verzockt und somit seine Dominanz vom Kaiser zum bettelmann selbst eingeläutet. Als ehemaliger langjähriger VW-ler kann ich nur sagen, der "Wirtschaftskrise " sei Dank. Von Volkswagen wäre nicht mehr viel übrig geblieben wenn diese Cup geklappt hätte
24.07.2009, 19:14 UhrAnonymer Benutzer: petra
Sie sollten die Porsche-berichterstattung in das Ressort "Politik" umziehen. Und die berichte zum Thema "Conti - Schäffler" ebenfalls. Das hat mit Wirtschaft - jedenfalls im gesunden Sinne - nichts mehr zu tun. Da fuchtelt der Staat in unternehmerischen Entscheidungen herum, dass mir die Ohren brennen! Herr Wulff betreibt Konjunkturpolitik in eigener Sache! Profil, Macht, Einfluss - jenseits aller wirtschaftlichen Vernunft!
Sein nächster Coup kommt kommende Woche: Schäffler liegt auf dem Opfertisch der Marktwirtschaft, es gilt den maroden - niedersächsischen - Conti-Konzern zu retten....
23.07.2009, 20:31 UhrAnonymer Benutzer: Wunder
Herr Wedekind übernahm die Verantwortung bei Porsche, als dieses Unternehmen kurz vor dem bankrott stand. Herr Wedenkind verlässt Porsche um etliche Milliönchen reicher, nachdem er das Unternehmen fast in die Pleite spekuliert hat.
War was?