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VW-Optionen: Neue Milliardenlöcher in der Porsche-Bilanz

von dpa

Der angeschlagene Sportwagenbauer Porsche rechnet für das laufende Geschäftsjahr mit einem Verlust von bis zu fünf Milliarden Euro. Schuld sind die Optionen auf VW-Aktien, die der Übernahme des Wolfsburger Konzern dienen sollten.

Der angeschlagenen Quelle: dpa
Der angeschlagenen Sportwagenbauer Porsche rechnet für das laufende Geschäftsjahr mit einem Verlust von bis zu fünf Milliarden Euro. Quelle: dpa

Das Unternehmen spricht von „rein buchhalterische Vorgängen“. Da der schwäbische Autobauer kurz vor einer Vereinbarung über den Verkauf seiner Optionen auf Volkswagen-Aktien stehe, müsse der Wert dieser Optionen in den Bilanzen deutlich heruntergesetzt werden.

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Durch den Verkauf der VW-Optionen erhalte Porsche jedoch ungefähr eine Milliarde Euro in bar, die das Unternehmen bislang als Sicherheit hinterlegt habe, heißt es weiter.

Außerdem wird die Porsche-Bilanz nach eigenen Angaben dadurch belastet belastet, dass der Konzern inzwischen die Mehrheit an VW hält. Dadurch müssen die Stuttgarter die Wolfsburger mit ihren Vermögenswerten und Verbindlichkeiten komplett in der eigenen Bilanz listen.

Wie die Porsche Holding heute nach einer Aufsichtsratssitzung mitteilte, wird im ablaufenden Geschäftsjahr 2008/2009, das bei Porsche am 31. Juli endet, ein Vorsteuerverlust von bis zu fünf Milliarden Euro erwartet. Im Geschäftsjahr zuvor hatte Porsche durch Buchgewinne wegen der VW-Optionen einen Vorsteuergewinn von 8,5 Milliarden Euro eingefahren, der sogar den Umsatz (7,4 Milliarden Euro) übertraf.

Laut Porsche befindet man sich mit dem Emirat Katar in fortgeschrittenen Verhandlungen über den Verkauf der Optionen auf Volkswagen-Aktien. Mit der Beteiligungsgesellschaft von Katar würden außerdem Gespräche über einen Einstieg bei der Porsche SE geführt.

VW will den hochverschuldeten Sportwagenbauer nach und nach übernehmen und als eigenständige zehnte Konzernmarke eingliedern. Das Emirat Katar soll sich an der neuen Gesellschaft beteiligen. Viele Details stehen noch nicht fest; bis zum 13. August soll eine Grundlagenvereinbarung unterschrieben werden.

6 KommentareAlle Kommentare lesen
  • 31.07.2009, 10:20 UhrAnonymer Benutzer: Fritz

    wir erleben gerade eine kollektive Selbstzerstörung unserer
    Wirtschaft. Die basis ist Dummheit und Gier.Der Mensch hat sich
    in den vergangenen 30 Jahren zurückentwickelt. Er ist zum Produktionsfaktor geworden und Dank moderner Technologien
    ist er nur schneller Dümmer geworden.

  • 31.07.2009, 01:11 UhrAnonymer Benutzer: Ein EU-Bürger

    Es ist in der Tat unglaublich, dass Wiedeking auch noch mit 50 Mio. Abfindung dafür belohnt wird, Porsche in die Hände Piechs und an den Rand der insolvenz getrieben zu haben.
    Allein diese unverschämte Abfindung eines Versager-Managers wird vom Gegenwert auf ein Jahr gerechnet ca. 1000 Arbeitsplätze an den Porsche-Fließbändern kosten. Das scheint Herr Hück unter seinem rasierten Schädel noch nicht realisiert zu haben.

  • 30.07.2009, 14:37 UhrAnonymer Benutzer: Wiedking, hück in Konsorten!

    Ein Krähe hackt der anderen kein Auge aus.
    Auch Herr Hück (vor 12 ahren noch armer Lackierer) hat ducrh Wedeking/Härter seine Millionen boni kassiert!
    Warum sollte er ihm böse sein?
    Die Gewerkschaft schreit nur immer gegen Spekulanten/Heuschrecken/Hedgefonds wenn sie nicht davon profitiert.
    Wenn sie aber im Aufsichtsrat selbst dafür stimmt (Porsches heimliche VW-Übernahme) und verteidigt das!
    Das Herr Wiedeking von 2006 bis Mitte 2008 bei X- interviews sagte "... wir haben kein interesse an einer komplette VW-Übernahme..." obwohl dies schon 2007 im Aufsichtsrat inkl. Herrn Hück beschlossen wurde und man heimlich über Drittbanken Optionsscheine kaufte, zeigt was für eine betrügerbande diese Porschefamilie inkl. Herrn Wiedeking unf Herrn Hück ist.
    Hück sollte schnellsten seine Gewerkschaftsmitgliedsschaft niederlegen, er ist eine Schande für diese bewegung!

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