VW-Tochter : Seat will kleinen Up-Ableger zum Kampfpreis auf den Markt bringen

VW-Tochter : Seat will kleinen Up-Ableger zum Kampfpreis auf den Markt bringen

von Franz W. Rother

Seat-Chef James Muir ist davon überzeugt, in nur zwei Jahren die VW-Tochter Seat in die Gewinnzone führen zu können.

Mit neuen Modellen und einer verstärkten Produkten in Billiglohnländern will Muir den Turnaround schaffen. Der WirtschaftsWoche sagte Muir: „Ich bin gekommen, das Ding zu drehen. Und zwar richtig, nicht nur ein wenig.“ Ziel von Muir ist eine Umsatzrendite von sechs Prozent „Wir haben kein Ertrags-, sondern ein Volumenproblem.“

Mit neuen Modellen und Auftragsfertigung innerhalb des Konzernverbundes will Muir das Werk in Martorell besser auslasten, dessen Jahreskapazität von mehr als 500.000 Fahrzeugen derzeit nur zu 74 Prozent genutzt wird. Für höhere Produktionszahlen sorgt nicht nur der neue Audi Q3, dessen Produktion in Kürze in Martorell anläuft und auf rund 100000 Fahrzeuge ausgelegt ist. Neben dem neuen Leon, der in drei verschiedenen Varianten zum Jahresende auf den Markt kommt, folgen 2012 der neue Toledo mit klassischem Stufenheck und die nächste Generation des Ibiza. Zudem will Muir auf der Basis des VW-Stadtautos namens Up eine Seat-Variante präsentieren.

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Wie die WirtschaftsWoche erfuhr, wird das Auto nur rund 8.000 Euro kosten und den Namen „Mii“ tragen. Angetrieben wird der mit 3,20 Metern Länge kleinste Seat von benzin- oder dieselgetriebenen Dreizylindermotoren. Den Mii will Muir ab April 2012 anbieten.

Deshalb will Muir die Marke Seat, die heute  rund 90 Prozent ihrer Produktion in Europa absetzt, auch in anderen Märkten deutlich stärker positionieren. Muir: „Mein Ziel ist es, Seat zu einer Weltmarke zu entwickeln.“ Langfristig sei geplant, eine Fertigung in China aufzuziehen und dafür Kapazitäten des VW-Konzerns zu nutzen. Auch eine Fertigung in Mexiko kann sich Muir vorstellen.

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