Wachstumskurs: Volkswagen bläst zum Angriff

Wachstumskurs: Volkswagen bläst zum Angriff

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VW-Vorstandsvorsitzender Martin Winterkorn neben der Kleinwagenstudie Up!

Wachstum, Wachstum, Wachstum: Mit glänzenden Zahlen im Rücken will VW-Chef Martin Winterkorn nun zum Angriff ansetzen. Die mageren Jahre hat Volkswagen hinter sich, mit der Porsche-Beteiligung will Winterkorn in eine neue Liga vorstoßen. Dabei steht Winterkorn voll hinter den Auto-Welt-AG-Plänen von VW-Aufsichtsrats-Chef Ferdinand Piech.

Kurz vor der erwarteten Machtübernahme durch Porsche hat VW-Chef Martin Winterkorn den Konzern auf einen offensiven Wachstumskurs eingeschworen. „Der Volkswagen-Konzern greift an“, sagte Winterkorn heute in Wolfsburg. Volkswagen wolle an die Spitze der internationalen Automobilindustrie. Gemeinsam mit Porsche habe VW die Chance, in eine „ganz neue Liga“ vorzustoßen.

Die scheint nun knapp bevorzustehen. Denn mit dem kürzlich erfolgten Einstieg beim Nutzfahrzeug-Hersteller Scania und einer möglichen Lkw-Allianz mit dessen Konkurrenten MAN vereinigt der VW-Konzern nun vom Kleinwagen bis zum 40-Tonner alles unter einem Dach. Nie zuvor präsentierte sich VW derart breit aufgestellt - und nie zuvor war schien die Auto-Welt-AG so nahe, die der frühere VW-Chef und jetzige VW-Aufsichtsratspräsident Ferdinand Piëch schmieden will.

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Ein wichtige Rolle dabei spielt der Sportwagenbauer Porsche. Winterkorn begrüßte heute die Ankündigung von Porsche, den Anteil an VW von derzeit knapp 31 Prozent auf mehr als 50 Prozent aufzustocken. „Hier formiert sich jetzt ein Automobilunternehmen, das eine völlig neue Ära einläuten wird. Hier kommen zwei absolute Branchenchampions zusammen.“ Die Familien Piëch und Porsche hätten Automobilgeschichte geschrieben.

Winterkorn will rasche Lösung im Mitbestimmungs-Streit

Doch trotz aller Zuversicht gibt es noch einige Reibungspunkte zwischen den Unternehmenskulturen in Stuttgart und Wolfsburg. Im Mitbestimmungsstreit zwischen dem VW-Betriebsrat und Porsche hofft Winterkorn auf eine schnelle und einvernehmliche Lösung. „Wir brauchen Klarheit“, sagte der VW-Vorstandschef. „Wir müssen unsere Teams aufstellen und endlich gemeinsam das Spiel bestimmen, denn das liegt im Interesse aller Beteiligten.“

Zwischen dem VW-Betriebsrat und Porsche tobt seit Monaten ein heftiger Konflikt über die Mitbestimmung in der Porsche Holding, deren Teil VW nach der Übernahme durch Porsche sein wird. Die Mitbestimmungsvereinbarung in der Porsche Holding geht aus Sicht des VW-Betriebsrats zu Lasten der VW-Belegschaft. Sollten sich beide Seiten nicht einigen, wird das Stuttgarter Arbeitsgericht am 29. April über eine Klage des VW-Betriebsrats gegen die Vereinbarung verhandeln.

Volkswagen übertrifft eigene Prognosen 2007 deutlich

Nach einem Rekordjahr 2007 startete Volkswagen mit glänzenden Absatzergebnissen ins neue Jahr. In den ersten beiden Monaten des Jahres 2008 habe der Konzern 10,5 Prozent mehr Autos verkauft als im Vorjahreszeitraum. Insgesamt seien im Januar und Februar 952.500 Fahrzeuge ausgeliefert worden. Winterkorn bekräftigte zugleich das Ziel, die Produktivität jährlich um zehn Prozent zu steigern. 2011 will der Konzern acht Millionen Autos im Jahr verkaufen. Im vergangenen Jahr waren es 6,2 Millionen, acht Prozent mehr als im Vorjahr.

Beim Ergebnis vor Steuern hatte VW das ursprünglich für 2008 geplante Ziel von 5,1 Milliarden Euro mit 6,5 Milliarden Euro deutlich übertroffen. Der Umsatz nahm um 3,8 Prozent auf 108,9 Milliarden Euro zu. „Für den Volkswagen Konzern war es das mit Abstand erfolgreichste Jahr in der Unternehmensgeschichte“, sagte Winterkorn.

Winterkorn betonte zudem die Chancen nach der Übernahme des schwedischen Lastwagenbauers Scania durch Volkswagen. VW und Scania würden ihre Marktchancen gemeinsam noch gezielter nutzen. Der VW- Konzern werde im Geschäft mit schweren Lkw und Bussen in Zukunft ein wichtiges Wort mitreden. Die Beteiligungen an MAN und Scania seien hoch profitabel. Für eine Lkw-Allianz zwischen VW, MAN und Scania sieht Winterkorn „aktuell“ keinen Handlungsbedarf.

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