Warner Bros: Filmstudio unter Piraterie-Verdacht?

Warner Bros: Filmstudio unter Piraterie-Verdacht?

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Szene aus dem Warner Bros.-Film "Sex and the City 2". Warner Bros. wird Ideenklau beim Raubkopieschutz vorgeworfen.

von Thomas Stölzel

Dem Filmstudio Warner Bros., Kämpfer gegen Raubkopierer, wird Ideenklau vorgeworfen.

Im Kampf gegen Raubkopierer kennt das Hollywood-Studio Warner Bros. keine Gnade. Als erstes Filmstudio stellte es Antipiraterie-Manager ein. Regelmäßig nutzt es moderne Technologie, um Raubkopierportale im Internet auszubremsen und Internet-Piraten aufzuspüren. Nun aber hat das Schweizer Unternehmen Medien Patent Verwaltung (MPV) den Filmkonzern in New York verklagt – wegen Patentverletzung. Warner soll eine Technik zum Aufspüren von Raubkopierern eingesetzt haben, ohne den Patentinhaber, die Schweizer MPV, gefragt zu haben.

MPV hatte die Rechte vor Jahren vom Erfinder Gerhard Lehmann gekauft, der in Potsdam-Babelsberg ein Unternehmen zum Untertiteln von Filmen betreibt. Der Clou: Für jede einzelne Filmrolle wird in die Tonspur ein individuelles Audiosignal integriert. Wird der Streifen im Kino heimlich kopiert und ins Internet gestellt, kann das Studio sofort erkennen, woher die Kopie stammt.

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Der Klage zufolge hatte Lehmann die Technologie am 17. September 2003 Warner in Deutschland vorgestellt. Seit Oktober 2003 lasse der US-Riese den Audiocode in Filme integrieren, ohne eine Lizenz vom Patenteigentümer zu erwerben. Seit 2006 hätten Lehmann und die MPV Warner mehrfach auf die Patentverletzung hingewiesen, ohne Erfolg. Nun fordern die Schweizer Schadensersatz.

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