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Wasser im Überfluss: Mars-Rover: Mit deutscher Technik erfolgreich

von dpa/wiwo

Die NASA ist sich jetzt fast sicher: Auf der Marsoberfläche hat es einst in großen Mengen Wasser gegeben - genügend um Leben zu ermöglichen.

dpa
Bild von der Rover: Die Mars-Oberfläche

Die neuen klaren Hinweise hatte laut NASA der Mars-Rover „Opportunity“ erbracht, der seit über vier Wochen einen kleinen Krater in der Meridian-Tiefebene erforscht. NASA-Wissenschaftler Steve Squyres betonte, zu der lange erhofften Entdeckung habe auch das deutsche Mößbauer-Spektrometer an Bord des Rover beigetragen. Demnach hatte der Rover auch mit Hilfe des deutschen Spektrometers einen Felsen in der Tiefebene untersucht. Hinweise auf Wasservorkommen hätten unter anderem bestimmte Schwefelverbindungen sowie das Aussehen des Felsens gegeben. „Flüssiges Wasser ist einst durch diese Felsen geflossen. Es änderte ihre Beschaffenheit, und es änderte ihre chemische Zusammensetzung“, sagte Squyres, der Chefwissenschaftler für die Geräte im Rover „Opportunity“. „Opportunity“ sei in einem Gebiet auf dem Mars gelandet, das einst von flüssigem Wasser überflutet war, sagte NASA-Chefwissenschaftler Ed Weiler. „Diese Gegend wäre eine gute, bewohnbare Umgebung gewesen“. Auch Squyres betonte, „dies ist die Art Ort, die für Leben geeignet gewesen wäre“. Das bedeute aber natürlich noch nicht, dass es auch wirklich Leben gegeben habe. Das lasse sich noch nicht sagen. Die Größe einer Cola-Dose Unklar blieb zunächst, wie lange das Wasser dort floss und ob die Felsen auf dem Grund eines See lagen oder von Grundwasser umspült wurden. „Das beste wäre, man könnte einen dieser Felsen zur Erde zurückbringen,“ sagte Squyres. Weiler sprach von einem Riesenerfolg. Ziel aller Marsforschungen sei die Beantwortung der ewigen Frage, ob es Leben auf dem Mars gab. „Die heutigen Ergebnisse sind ein riesiger Schritt auf dem Weg, dieses langfristige Ziel zu erreichen.“ Weiler würdigte bei der Pressekonferenz auch die anwesenden deutschen Wissenschaftler Göstar Klingelhöfer vom Institut für Anorganische und Analytische Chemie in Mainz und Ralf Gellert vom Institut für Anorganische und Analytische Chemie der Universität Mainz, die beide an der Entwicklung der deutschen Geräte im Rover beteiligt waren. Der Mößbauer-Spektrometer MIMOS II, der die Größe eine Cola-Dose hat, wurde an der Universität Mainz entwickelt. Er ermöglicht erstmals die direkte Untersuchung und Bestimmung der eisenhaltigen Gesteins- und Bodenproben vom Mars. Der sechsrädrige Rover „Opportunity“ war Ende Januar in der Meridiani-Tiefebene gelandet. Sein Zwilling „Spirit“ war bereits drei Wochen zuvor angekommen und erforscht seitdem die andere Seite des Roten Planeten. >>>Bildergalerie: Mission zum Mars

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