Weblog "Gründerraum": Informationsflut: Twine und die Zukunft des Internets

Weblog "Gründerraum": Informationsflut: Twine und die Zukunft des Internets

Hunderte Bookmarks alleine aus den vergangenen Wochen, Dutzende heruntergeladene Dokumente, Fotos, Filme und und und. Auf meinem Rechner herrscht Informationsüberflutung. Es gibt jetzt ein Programm, das helfen soll, das alles zu organisieren. Ganz nebenbei ist es ein Blick in die Zukunft des Internets.

Seit Monaten wird über Twine diskutiert, nun steht es zum Test bereit. Twine ist ein Tool für Wissens-Netzwerke. Man verknüpft dabei nicht mehr seine Kontakte, sondern sein Wissen. Es geht nicht darum, wen man kennt, sondern was man weiß. 

Dafür legen Nutzer sogenannte „Twines“ an. Das sind Informationsknotenpunkte, die sie selbst mit Links, Texten, Fotos und anderen Dokumenten bestücken können. Testweise habe ich solche Knotenpunkte mit Namen Gründerraum und Indiabusiness angelegt und ihnen ein paar Links zugewiesen.

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(Schade ist, dass man die Informationen nur mit einem Button in der Browserleiste oder per Email hinzufügen kann, aber Drag-&-Drop-Möglichkeiten wird es ja eines Tages vielleicht noch geben) 

Diese Informationsknotenpunkte jedenfalls können  andere Nutzer ansehen. Sind diese als „öffentlich“ gekennzeichnet, kann jeder Informationen hinzufügen oder bestehende Links kommentieren. Die Idee von Twine ist, dass sich auf diese Weise Wissensnetzwerke bilden, die aus  Informationen  zu bestimmten Themen geknüpft werden. Ich könnte mir vorstellen, dass so etwas nicht nur für Wissensarbeiter interessant ist. Auch NGOs beispielsweise, die zu bestimmten Themen recherchieren, könnten mit Twine Wissen aus der ganzen Welt bündeln und bekanntmachen. 

Je mehr Texte, Fotos, Videos und Audiodateien die Nutzer an die Informationsknotenpunkte ketten, umso genauer lernt Twine sie kennen. Anhand häufig auftauchender Stichworte vergibt Twine semantische Tags und schlägt potenziell interessante Internetseiten und andere Twine-Mitglieder vor, die sich mit ähnlichen Inhalten befassen. Das läuft allerdings noch nicht so richtig. Mit wurde jedenfalls noch niemand vorgestellt. Das ist etwas enttäuschend. Auch ist der Aufbau des Portals teils etwas irreführend und ich bin mir noch nicht sicher, ob Twine sich, so wie es jetzt aussieht, bei der großen Masse der Internetnutzer durchsetzen wird (Manche davon aus)

Twine organisiert nicht nur Links und Dokumente, Twine ist auch eine Suchmaschine. Wer bei Google „Golf“ eingibt, findet Informationen zum Golfstrom, zu Volkswagen und zum Sport. Aber auf dem Knotenpunkt „Golf“ sammelt vielleicht eines Tages eine Gruppe schwer interessierter Golfer Infos, die man einfach nur noch durchblättern muss. Zusammen mit den von Twine semantisch (also nach Sinnzusammenhang) dazugestellten Informationen, entstehen auf diese Weise neue Info-Wolken, in denen man leichter an die Informationen kommt, die man gerade sucht.

Eines Tages. Zur Zeit ist Twine noch langsam, ziemlich nackt und lässt höchstens ahnen, was damit mal möglich sein wird. Aber ich bin mir sicher, dass wir in den nächsten Jahren noch Dutzende solcher Dienste sehen werden. Auch deswegen, weil dieses Jahr als das Jahr der Informationsüberflutung wahrgenommen wird. Einen ähnlichen Ansatz hatte ich ja mit Qitera schon im Januar vorgstellt.

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