Weblog "Gründerraum": Zum Tod der Email: Zehn Gründe, warum man Web.de verlassen sollte

Weblog "Gründerraum": Zum Tod der Email: Zehn Gründe, warum man Web.de verlassen sollte

Eine Emailadresse zu wechseln ist eine noch größere Hürde, als eine Scheidung. Dabei sollte man es tun – zumindest wenn man bei Web.de ist.

Vor vielen Jahren gab es von Web.de mit Freemail.de einmal das innovativste Mailprogramm weit und breit. Jede zweite Woche stellte der Dienst Innovationen vor, spielte mit Internet-Telefonie, als andere das noch nicht einmal buchstabieren konnten und war optisch auf dem neuesten Stand. Dann wurde Web.de übernommen. Lange passierte nichts. Und jetzt ist der einst innovative Dienstleister nur noch ein Untoter der New Economy. Ich wäre sogar bereit, für einen richtig guten Emaildienst zu zahlen, so wie ich es bei Web.de tue. Doch für dieses unmotiviert programmierte Angebot werde ich keinen Pfennig mehr ausgeben. 1. Die Suchfunktion ist ihren Namen nicht wert. Oft dauert eine Suche so lange, dass man die Mails lieber einzeln durchblättert, nicht selten endet sie zudem ergebnislos. Volltextsuche? Fehlanzeige

2. Zudem wird Web.de immer mehr zu einer Geduldsprobe. Um vom Posteingang zur Rubrik "Email schreiben" zu gelangen, brauchte das Programm fast 20 Sekunden, 13 Sekunden dauerte es, das Adressbuch zu öffnen.

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3. Der einst viel gelobte Web.de-Spam-Filter, der vor immer neuen Angeboten für Penisverlängerungen schützen soll, ist in letzter Zeit extrem schwer von Begriff. So will er, trotz etwa zehnmaliger Aufforderung, die Mails von einem Freund nicht akzeptieren, der mir selbst von einer Web.de-Adresse schreibt.

4. Es gibt bei Web.de kaum vernünftige Synchronisierungsmöglichkeiten, etwa für einen Blackberry. Problem: Wie bekomme ich meine Termine vom Blackberry in mein Freemail-Kalender? Klar ist das schwer: Aber gerade die Lösung solcher Probleme würde ich mir bei einem Dienst wünschen, für den ich bezahle.

5. Die Farbgebung der gesamten Seite nervt.

6. Vor sechs Monaten konnte Web.de bei mir wegen einer alten Kreditkartennummer den Beitrag nicht abbuchen. Daraufhin erschien eine Seite, auf der mir mitgeteilt wurde, dass mein Konto demnächst gesperrt werde. Diese Seite erscheint bis heute, obwohl der Beitrag seit Monaten bezahlt ist. Ganz ehrlich: Anderswo würden Menschen für so eine Art zu arbeiten ihren Job verlieren.

7. Zwar läuft Web.de nach Jahren der Wackelei nun auch auf Firefox einigermaßen fehlerfrei. Doch ein Web.de Adon für Firefox gibt es immer noch nicht.

8. Emails werden nicht automatisch zwischengespeichert. Ich war öfter in Indien. Dort gehören Stromausfälle zum Alltag. Ich kann gar nicht sagen, wie oft mir deswegen liebevoll geschriebene Reiseberichte abgeschmiert sind.

9. Anstatt all diese wichtigen Funktionen zu entwickeln, setzt Web.de auf Dinge, die keiner braucht: Virensoftware, elektronische Postkarten (die waren doch schon zu Zeiten der New Eocnomy oll, oder?) und so weiter.

10. Und Web.de reagiert nicht. Mehrfach habe ich auf Probleme und Fehler hingewiesen, eine Antwort kam nie.

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