Werbung: WPP-Chef Sorrell: 2010 bleibt schwierig

Werbung: WPP-Chef Sorrell: 2010 bleibt schwierig

von Yvonne Esterházy

Der weltgrößte Werbekonzern WPP erwartet auch 2010 ein schwieriges Jahr.

„Ich rechne auch im neuen Jahr nicht mit einer entscheidenden Besserung der Lage. Wir haben gesagt, dass wir für 2010 im Vergleich zum Vorjahr einen insgesamt unveränderten Umsatz erwarten, dabei bleiben wir“, sagte WPP-Chef Sir Martin Sorrell im Interview mit der WirtschaftsWoche.

„2009 war brutal! Bei WPP ging der Umsatz in den ersten drei Quartalen um rund acht Prozent zurück, Ich bin jetzt rund 33 Jahre im Geschäft und kann mich nicht daran erinnern, dass die Verhältnisse jemals so schwierig waren wie heute“, erläuterte er. Auch die Werbebranche insgesamt sieht Sorrell weiterhin unter großem Druck: „Die meisten Kunden – vor allem in den USA und Westeuropa – sparen. Metro, Lidl, Wal-Mart, Tesco, Carrefour, alle diese Einzelhandelsriesen üben Druck auf die Hersteller niedrigpreisiger Massengüter aus. Ich glaube, dass das im Wesentlichen auch 2010 so sein wird. Daher bleibt die Lage schwierig.“

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Sorrell ist überzeugt, dass es bei den Werbeagenturen „weitere Fusionen und Übernahmen geben wird“. Noch 2010, so seine Prognose, wird „Havas den Rivalen Aegiser erwerben“.

Wachstum erwartet Sorrell „aus China und dem Internet“. Wenn die chinesische Wirtschaft um acht Prozent wachse, so Sorrell, „legen die Werbeumsätze um das Doppelte, also um etwa 15 Prozent zu“.

Zum Internet erklärt Sorrell: „Derzeit geben die Verbraucher nur bis zu 13 Prozent ihrer Budgets online aus. Es besteht eine Art natürlicher Anziehungskraft, die bewirkt, dass dieser Wert auf 20 Prozent steigen dürfte.“ Schwächere Regionen sind laut Sorrell westeuropäische Länder und dort vor allem „Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien, Spanien“. Bei den traditionellen Medien erwartet er drei große Entwicklungen: „Erstens wird man für Inhalte, ob TV oder Druckerzeugnisse, bezahlen müssen.

Zweitens: Es wird mehr Zusammenschlüsse und Übernahmen geben. Drittens: Regierungen werden entscheiden müssen, ob es im Interesse der Allgemeinheit ist, dass bestimmte Medien wie zum Beispiel Lokalzeitungen öffentliche Subventionen erhalten. Immerhin gibt es bereits Wohltätigkeitsorganisationen, die das tun und zum Beispiel lokale Medien finanzieren. Bei den Printmedien rechne ich mit weiteren Pleiten.“

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