Werkzeughersteller: Black & Decker wird für 3,5 Milliarden übernommen

Werkzeughersteller: Black & Decker wird für 3,5 Milliarden übernommen

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Werkzeug

Megafusion bei den US-Werkzeugherstellern. Der Traditionskonzern Black & Decker soll vom noch älteren Konkurrenten Stanley Works für 3,5 Milliarden Dollar übernommen werden. Der Aktienkurs schoss um 22 Prozent nach oben.

Die Werkzeugbranche steht vor einer Großfusion: Der fast 100 Jahre alte US-Werkzeughersteller Black & Decker wird in einer Milliardenübernahme vom heimischen Rivalen Stanley Works geschluckt. Die beiden weltweit bekannten Traditionskonzerne hat die Immobilien- und Wirtschaftskrise schwer getroffen.

Die Unternehmen bezifferten das offiziell als Fusion bezeichnete Geschäft am Montagabend inklusive Schulden auf 4,5 Milliarden Dollar (3 Milliarden Euro). Stanley Works zahlt den Kaufpreis in Aktien.

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Der neue Konzern Stanley Black & Decker sieht sich als Weltmarktführer mit rund 8,4 Milliarden Dollar Umsatz. Die Palette beider Unternehmen ergänze sich bestens.

Stanley Works hat 166 Jahre auf dem Buckel

Die bisherigen Stanley-Aktionäre sollen künftig mit 50,5 Prozent knapp die Mehrheit am neuen Werkzeug-Riesen halten. Top-Manager werde der heutige Stanley-Chef John Lundgren. Der Chef von Black & Decker, Nolan Archibald, führt den Verwaltungsrat. Die Aktionäre und die Wettbewerbshüter müssen allerdings noch zustimmen.

Mit der Vernunftehe in Krisenzeiten schlagen zwei global tätige amerikanische Werkzeug-Ikonen ein neues Kapitel auf. Gemeinsam hoffen sie auf eine sich langsam abzeichnende Erholung. Black und Decker mit Sitz in Towson (Maryland) wurde 1910 gegründet, Stanley Works mit seiner Zentrale in New Britain (Connecticut) ist noch weit älter und blickt auf eine 166-jährige Geschichte zurück.

Aktie von Black & Decker legte 22 Prozent zu

Die Börse begrüßte das Geschäft bereits. Der Kaufpreis in Aktien bedeutet einen Aufschlag von 22 Prozent zum Schlusskurs von Black & Decker am vergangenen Freitag. Etwa so viel kletterten die Aktien von Black & Decker auf die Nachricht hin am Montag im nachbörslichen US-Handel. Auch die Stanley-Titel lagen klar im Plus.

Die Anteilseigner von Black & Decker erhalten nach den Plänen je eigener Aktie 1,275 Anteile an Stanley. Die Übernahme soll im ersten Halbjahr 2010 abgeschlossen werden und auch Jobs kosten. Eine konkrete Zahl nannten die Unternehmen nicht. Stanley-Chef John Lundgren, der den neuen Konzern führen soll, sprach von weniger als zehn Prozent der Arbeitsplätze. Zuletzt beschäftigte Black & Decker rund 22.000 Mitarbeiter und Stanley Works 18.000.

Die Konzerne erhoffen sich Einsparungen von jährlich 350 Millionen Dollar. Nach den Einmalkosten soll die Fusion ab dem dritten Jahr auch für spürbar höhere Gewinne sorgen. Analysten bezeichneten den Zusammenschluss als sinnvoll. Damit sei eine gute Positionierung vor einer Erholung des Immobilienmarktes möglich, sagte Branchenexperte Brian Sozzi von Wall Street Strategies.

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