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Wirtschaftsforschungsinstitute erwarten schwächere Konjunktur für 2005: Eichel will Defizitobergrenze auf jeden Fall einhalten

Bundesfinanzminister Hans Eichel will trotz eines möglicherweise etwas schwächer als erwartet ausfallenden Wachstums im kommenden Jahr an dem Ziel festhalten, die Defizitobergrenze der EU im kommenden Jahr wieder einzuhalten.

HB LUXEMBURG. Eichel wies vor einem Treffen mit seinen Kollegen aus der Euro-Zone am Mittwoch in Luxemburg den Eindruck zurück, die führenden Wirtschaftsforschungsinstitute hätten eine schlechte Prognose abgegeben. Die Prognosen seien „in diesem Jahr sogar besser als wir vorausgesagt haben, im nächsten Jahr vielleicht eine Kleinigkeit schwächer“, sagte Eichel. Er bekräftigte, die Bundesregierung werde notfalls zusätzliche Maßnahmen ergreifen, um das Defizit 2005 wieder unter die EU-Obergrenze von drei Prozent des Bruttoinlandsproduktes zu senken. Die Entscheidungen könnten erst in den nächsten Wochen fallen. Die sechs führenden deutschen Wirtschaftsforschungsinstitute hatten in ihrem am Dienstag vorgelegten Herbstgutachten für 2004 ein Wachstum von 1,8 Prozent und in 2005 von 1,5 Prozent und damit eine Konjunkturabschwächung erwartet. Die Bundesregierung will ihre Wachstumsprognose am kommenden Montag vorlegen.

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