Yahoo-Übernahme: Microsofts Vorstoß macht Feinde zu Freunden

Yahoo-Übernahme: Microsofts Vorstoß macht Feinde zu Freunden

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Eine Plakatwerbung für Yahoo am New Yorker Times Square, darüber ein Newsticker, der den Namen Microsoft zeigt.

Der Windows-Hersteller Microsoft will den Internet-Konzern Yahoo für rund 45 Milliarden Dollar übernehmen. Yahoo stemmt sich mit aller Macht gegen das Angebot und sucht nach Alternativen. Aufgeschreckt wurde auch Branchenführer Google. Selber in der Kritik wegen Datenschutzverletzungen, warnt Google vor dem Monopolisten Microsoft, der seine Macht weiter ausbauen möchte.

Am Wochenende sickerte zunächst durch, dass das Management von Yahoo das Angebot als zu niedrig ansieht und daher mögliche Alternativen ausloten möchte. Dazu gehört auch, in einigen Bereichen mit dem Suchmaschinenanbieter Google zusammenzuarbeiten, der zugleich der schärfste Konkurrent von Yahoo ist.

Google-Chef Eric Schmidt hatte Yahoo-Vorstand Jerry Yang telefonisch seine Unterstützung angeboten. Zwar war von einer Gegenofferte nicht die Rede. In Frage komme aber, bei der Onlinewerbung zusammenzuarbeiten oder einen potentiellen anderen Bieter zu unterstützen. Als mögliche andere Interessenten werden das Medienunternehmen Viacom oder der Technologiekonzern General Electric genannt.

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Die Yahoo-Gründer Jerry Yang (links) und David Filo (rechts).

Bild: dpa

Die Microsoft-Offerte hat Google regelrecht aufgeschreckt. Das Unternehmen erklärte am Sonntag, Microsofts feindliches Übernahmeangebot werfe beunruhigende Fragen auf. Man sehe kartellrechtliche Probleme. Microsoft dominiert den Markt bei PC-Betriebssystemen. Google befürchtet, der Softwarehersteller könnte diese starke Position dann auch im Internet ausnutzen, wenn er bei Yahoo einsteigen würde. Kunden könnten etwa automatisch auf Online-Angebote von Microsoft geleitet werden. 

Analysten gehen davon aus, dass Yahoo das Angebot von Microsoft letztlich kaum ablehnen kann. Die Online-Suchmaschine Yahoo war zuletzt stark angeschlagen. So musste das Unternehmen erst vergangene Woche einen Gewinneinbruch melden, der Kurs der Aktie war auf dem niedrigsten Stand seit vier Jahren. Ausgerechnet Internetgigant Google, der sich jetzt als Retter in der Not andient, macht Yahoo schwer zu schaffen. Er führt bei der Internetwerbung und im Suchmaschinengeschäft. Google nimmt in zwei Monaten so viel Geld ein wie Yahoo in einem Jahr. Die Börse hat sich über die Übernahme-Nachricht gefreut. Die Aktie von Yahoo ist zwischenzeitlich um 54 Prozent angestiegen.

Yahoo und Google haben inzwischen ihre Gegenoffensive gestartet. Mit neuen Produkten wollen sie Microsoft Kunden abjagen. Am Dienstag präsentierten sie jeweils eine neue Software, die mit Microsofts E-Mail-Produkt Outlook konkurrieren soll.

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