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YouGov BrandIndex: Image der Energieversorger leidet unter Drohgebärden

Kolumne von Holger Geißler

Als die deutschen Energieversorger wegen der geplanten Brennelementesteuer im August den Druck auf Bundeskanzlerin Angela Merkel erhöhten, reagierte diese mit demonstrativer Gelassenheit. Weniger entspannt reagierten die Imagewerte der Energiekonzerne, schreibt Holger Geißler von YouGovPsychonomics.

Der Widerstand gegen Quelle: REUTERS
Der Widerstand gegen Bundeskanzlerin Angela Merkel hat die Energiekonzernen viele Sympathiepunkte gekostet. Quelle: REUTERS

Die Unternehmen EnBW, E.On, RWE und Vattenfall sperren sich weiterhin gegen die von Kanzlerin Merkel angekündigte Abgabe auf Brennelemente. Ihr Protest ging so weit, dass sie der Kanzlerin Mitte August öffentlich mit dem umgehenden Komplettausstieg aus der Atomenergie drohten. Eine etwa zeitgleich gestartete Medienkampagne von führenden Wirtschaftsvertretern sollte den politischen Druck weiter erhöhen. Während sich die Kanzlerin vom Säbelrasseln der Energieversorger bislang allerdings unbeeindruckt zeigte, blieb die Wirkung der Drohgebärden auf Seiten der Verbraucher nicht aus.  

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Schon zu Beginn des Monats August gerieten die ohnehin schlechten Imagewerte der Energiekonzerne ins Taumeln. Deren Ankündigung, die Preise zu erhöhen, fiel zeitlich mit der Veröffentlichung einer Studie der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen zusammen. Die Untersuchung legte offen, dass Zweifel an der Preisgestaltung der Energiekonzerne bestehen. In Kombination mit den Drohgebärden der Energiekonzerne zur Monatsmitte ließ eine Reaktion auf die Imagewerte der Konzerne nicht lange auf sich warten.  

Tochterunternehmen nicht von Imageverlust betroffen

Am deutlichsten bekam dies das Unternehmen EnBW zu spüren, dessen BrandIndex-Wert in nur vier Wochen um 15 BrandIndex-Punkte auf -47 absackte. Aber auch bei den übrigen Energiekonzernen zeigen die Imagekurven seit Monatsbeginn nach unten: Der Wert der Marke RWE verschlechterte sich im August um über ein Drittel auf -29 Indexpunkte. Und auch E.On musste Federn lassen: Das Image der Marke verschlechterte sich ebenfalls deutlich. Etwas glimpflicher kam der Konzern Vattenfall davon. Die Marke gehörte allerdings schon zuvor zu den in Deutschland am schlechtesten bewerteten überhaupt.  

Der Negativtrend beschränkt sich bislang allerdings weitgehend auf die genannten Energieversorgermarken. Deren Discount-Töchter blieben, was ihre Imageentwicklung angeht, bislang außen vor. Die Imagewerte der EnBW-Tochter Yello Strom und der zu RWE gehörigen Marke eprimo entwickelten sich im August stabil und verbleiben auf deutlich höherem Niveau als die jeweiligen Mütter. Lediglich das Image der e.on-Tochter „E wie einfach“ gab etwas nach und fiel um drei Indexpunkte. Interessanterweise konnte das Image der Ökostrom-Anbieter nicht von der aktuellen Abwärtsspirale der großen Energiekonzerne profitieren. Ganz im Gegenteil: Auch sie wurden Ende August etwas schlechter beurteilt als zu Monatsbeginn. Der Ökostromanbieter Naturenergie fiel beispielsweise von 47 auf 44 Indexpunkte.

3 KommentareAlle Kommentare lesen
  • 26.09.2010, 15:31 UhrAnonymer Benutzer: Anton

    Sollten sie doch ihre Atomkraftwerke abschalten, dass deutsche Volk wird schon eine Lösung finden, wie auch gut ohne die AKW und den jetzigen betreibern leben kann. Also weg mit diesen angeblichen Versorgern, die an nichts anderes denken als an Geld. Umwelt: Egal! Menschen: Egal!

  • 01.09.2010, 21:29 UhrAnonymer Benutzer: gerhard

    ich musste es auch nicht. So wie Saturn + Media Markt auch zusammengehören.
    Der Konsument wird verstärkt in die irre geführt. Da hilft nur handeln
    ich werde mich auch umgehend um einen neuen Anbieter kümmern.

  • 31.08.2010, 18:24 UhrAnonymer Benutzer: Katrin

    Mir war nicht bekannt dass Yellow Strom zu EnbW gehört. Meine Kündigung geht morgen raus.

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