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YouGov BrandIndex: Image von Facebook, Xing & Co. beschädigt

von Holger Geißler

Der offene Brief von Ministerin Ilse Aigner erhöht den Druck auf Facebook und andere soziale Netzwerke im Internet. Dabei beurteilen die Deutschen die verschiedenen Online-Portale ohnehin bereits skeptisch, schreibt Holger Geißler von YouGovPsychonomics.

Oberfläche des beliebten Quelle: dpa
Oberfläche des beliebten Sozialen Netzwerks Facebook Quelle: dpa

Mit einem offenen Brief protestierte die Verbraucherschutzministerin Ilse Aigner öffentlichkeitswirksam gegen eine neue Datenschutzrichtline des sozialen Netzwerks Facebook und droht gar mit der Kündigung ihrer Mitgliedschaft. Es ist nicht das erste Mal, dass die Ministerin ein Internetunternehmen wegen möglicher Datenschutzmängel an den Pranger stellt: Auch der Suchmaschinenbetreiber Google stand vor kurzem wegen dem Projekt "Street View" im Kreuzfeuer der Kritik.

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Auch wenn Facebook die Abmeldung von Ilse Aigner leicht verschmerzen dürfte, erhöht die dadurch ausgelöste Diskussion den Druck auf die Plattform und die gesamte Internetbranche.  Und wie eine aktuelle Imageanalyse auf Basis des Markenmonitors YouGov BrandIndex zeigt, hinterlässt die anhaltende Kritik an den Netzwerken offenbar tatsächlich ihre Spuren. So erreicht Facebook lediglich sehr schwache Imagewerte von minus 11 BrandIndex-Punkten. Der volatile Verlauf der Imagekurve deutet zudem auf eine bislang sehr schwach positionierte Marke hin.

Stiftung Warentest rügt Facebook

Ähnliches gilt allerdings auch für andere Angebote im Netz: Der deutsche Konkurrent StudiVZ schneidet mit minus 3 Punkten zwar besser ab, bewegt sich damit aber ebenfalls auf schwachem Niveau. Ein wesentlich schlechteres Image als Facebook und StudiVZ hat die amerikanische Plattform MySpace: Im BrandIndex erreicht das Netzwerk minus 19 Punkte und wird von den Verbrauchern somit besonders kritisch bewertet.

Erst vor kurzem hatten sich die BrandIndex-Werte von Facebook und MySpace deutlich eingetrübt, nachdem die Stiftung Warentest den Anbietern "erhebliche Mängel" bescheinigte. Davon war auch der deutsche Anbieter Xing betroffen: Das Business-Netzwerk hatte im Vergleich der Stiftung Warentest mit "deutlichen" Mängeln abgeschnitten.

Daraufhin waren die Imagewerte auf das Niveau der StudiVZ-Werte gesunken. Für Xing ist dies besonders ärgerlich, da das Image des Netzwerks zuvor meist etwas besser war als das der Konkurrenz. StudiVZ hingegen schnitt bei dem Test besser ab und konnte anschließend in Sachen Beliebtheit leicht zulegen.

Google mit exzellentem Image in Deutschland

Die vergleichsweise schlechten Imagewerte der sozialen Netzwerke zeigen letztlich, dass die Deutschen den verschiedenen Anbietern insgesamt eher skeptisch gegenüberstehen. Diese Erkenntnis ist auch für die vielen Markenartikler von Bedeutung, die mittlerweile im Facebook-Netzwerk vertreten sind. In den USA ist die Situation offensichtlich anders: Bei den Amerikanern ist Facebook mit 53 BrandIndex-Punkten ungleich beliebter. MySpace hingegen ist auch in den Vereinigten Staaten nicht besonders beliebt und erreicht nur minus 37 BrandIndex-Punkte.

Die Skepsis der Deutschen bezieht sich aber nicht grundsätzlich auf das Internet: Obwohl auch Google in der Vergangenheit häufig in der Kritik stand, erreicht die Marke nach wie vor exzellente Imagewerte und gehört damit zu den beliebtesten Marken der Deutschen. Allerdings musste jüngst auch Google leichte Imageverluste hinnehmen.

Zur Untersuchung: Der BrandIndex ist ein Markenmonitor. Auf der Basis einer täglichen Befragung von 1000 Personen ermöglicht dieses forschungsbasierte Tool zur Markenführung tagesaktuelle Imageanalysen von über 500 Marken aus 20 Branchen.

10 KommentareAlle Kommentare lesen
  • 09.04.2010, 16:29 UhrAnonymer Benutzer: Kinet

    beim lesen der Kommentare kann einem nur schlecht werden. Xing brüstet sich damit, es über 5.000 Siemens MA aus München Mitglied sind. Als Sicherheitsbeauftrager würde mir schlecht. Wirschaftsspionage und Wirtschaftkrieg machen ja nur die Chinesen, Franzosen, Amerikaner, Russen und andere. Wir natürlich nicht. bei uns kommen sie alle zum Spionieren und Platformen wie XiNG helfen ihnen auch noch. Wie kann man besser herausfiltern ob jemand wichtig ist oder nicht. So kann man auch Mitarbeiter abwerben. Klar Xing hat dann nur jemand geholfen was zu tun, was er eh wollte. Alles Schmarn. Leider haben wir nur eins, was wir deutschen haben nämlich brainware als Rohstoff der nachwächst. Da ist es sicher eine Datenschutzphobie wenn man Leute darauf hinweist das sie auch mal nachdenken sollen was sie so tun. Es lebe die biLD-Zeitung veröffentlichen wir doch direkt alles in ihr.

  • 08.04.2010, 21:48 UhrAnonymer Benutzer: catweazle

    Es ist schon abschreckend, wenn man reingelockt wird mit Kontakten, die man tatsächlich kennt, aber nicht mal deren aktuelle Daten besitzt. Woher wissen die, wer meine Schulkameraden und Freunde sind???

  • 08.04.2010, 15:26 UhrAnonymer Benutzer: Messer der Gleichheit

    @Realist
    "... staatliche Willkür? das liegt doch schon 65 Jahre zurück ...."

    Soso, Dinge wie ELENA, Verfolgungsbetreuung (im Zweifel mal bei Wikipedia unter diesem Stichwort suchen) von Arbeitslosen, Euro-Einführung gegen den Mehrheitswillen der bevölkerung, rigide GEZ-Steuern ähh "Gebühren" zur Finanzierung von Propagandasendern für die etablierten Parteien oder die Kriegsbeteiligung in Afghanistan entgegen dem Wähler- und Mehrheitswillen und vieles mehr liegen also schon 65 Jahre zurück!! Schön, dass das jetzt auch weiß!

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