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Zahl der Anfragen bei Creditreform steigt: Firmen holen Auskunft über Zahlungsmoral ein

In wirtschaftlich schwierigen Zeiten steigt der Bedarf an aussagekräftigen Informationen – beispielsweise darüber, ob der neue Geschäftpartner seine Rechnungen auch bezahlen will oder kann. Solche Daten sammelt die Wirtschaftsauskunftei Creditreform und teilt ihr Wissen gegen Gebühr mit den Auskunftsbegehrenden.

ire DÜSSELDORF. Die Nachfrage nach detaillierten Informationen über die Zahlungsfähigkeit von Privatpersonen hatte in jüngster Zeit Hochkonjunktur: Creditreform erteilte im vergangenen Jahr insgesamt sieben Millionen Auskünfte, rund 75 Prozent mehr als im Jahr davor. Vor allem Banken, Telekom-Firmen und Versandhändler wollen vor Vertragsabschluss wissen, wie es um die Zahlungsmoral ihrer Kunden bestellt ist. Im vergangenen Jahr stieg auch die Anzahl der durch Creditreform erteilten Auskünfte über Unternehmen gegenüber dem Vorjahr um vier Prozent auf dreizehn Millionen. Der Umsatz der Creditreform-Gruppe, die außerdem noch in Geschäftsfeldern wie Forderungsmanagement und Inkasso tätig ist, wuchs europaweit um 4,8 Prozent und erreichte 2004 insgesamt 456 Mill. Euro. Übrig blieb „ein vernünftiger Betrag“, wie Vorstandssprecher Helmut Rödl sagte, ohne detaillierte Auskünfte über das Ergebnis zu machen. Ein großes Problem haben derzeit viele Vermieter. Der Vermieterverband „Haus und Grund“ schätzt, dass jährlich rund zwei Mrd. Euro an Mietschulden auflaufen. Hier wünscht sich Creditreform von den Behörden eine vermieterfreundlichere Datenschutzpraxis – vor allem zum Schutz gegen so genannte „Mietnomaden“, die von Wohnung zu Wohnung ziehen, ohne je ihre Mietschulden zu begleichen.

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