Zeitarbeit: Manpower muss Sozialbeiträge nachzahlen

Zeitarbeit: Manpower muss Sozialbeiträge nachzahlen

von Harald Schumacher

Unter den mindestens 1400 Zeitarbeitsfirmen, die wegen illegaler Tarifverträge mit christlichen Gewerkschaften für die Jahre 2006 bis 2009 Sozialbeiträge nachzahlen müssen, sind drei führende Unternehmen der Branche: Manpower, USG People Germany und Trenkwalder Personaldienste.

Alle drei haben insgesamt Tausende Leiharbeitskräfte zu Löhnen weit unter den übrigen Tarifbestimmungen beschäftigt und dadurch der gesetzlichen Sozialversicherung Beiträge sowie den Mitarbeitern Lohn vorenthalten.

Manpower, in Deutschland die Nummer drei und Mitglied im bisherigen Bundesverband Zeitarbeit (BZA), unterlief die Tarifverträge des eigenen Verbandes mit den DGB-Gewerkschaften, indem das Unternehmen über seine Tochter Manpower Managed Services bis 2009 rund 400 Mitarbeiter nach Tarifen der christlichen Gewerkschaften bezahlte.

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USG People, mit 273 Millionen Euro Umsatz 2010 Deutschlands achtgrößter Arbeitskräfteverleiher, ist durch die Übernahme der Zeitarbeitssparte des Konkurrenten Allgeier im Jahr 2008 von den Nachzahlungen betroffen. Allgeier beschäftigte einen großen Teil seiner 8500 Mitarbeiter zu Tarifbedingungen der christlichen Gewerkschaften. Trenkwalder, die Nummer 13 der Branche, wo Arbeitgeberpräsident Dieter Hundt von 2007 bis 2009 dem Aufsichtsrat zweier Münchner Töchter des österreichischen Unternehmens vorsaß, nutzte bis 2009 die christlichen Tarifverträge. Die Höhe der Nachzahlungen beziffert USG People Germany gegenüber der WirtschaftsWoche auf bis zu 40 Millionen Euro. Manpower und Trenkwalder wollten sich auf Anfrage nicht äußern.

Das Bundesarbeitsgericht hatte der Tarifgemeinschaft der christlichen Gewerkschaften, CGZP im Dezember 2010 die Tariffähigkeit aberkannt. Dadurch verloren die einschlägigen Tarifverträge ihre Gültigkeit, weshalb nun Leiharbeitskräfte und Sozialversicherungen Anspruch auf die Differenz zu höher dotierten Tarifverträgen haben. Experten rechnen mit Nachzahlungen von insgesamt zwei bis drei Milliarden Euro.

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8 Kommentare zu Zeitarbeit: Manpower muss Sozialbeiträge nachzahlen

  • Typisch, der Redelsführer aller Arbeitgeber verstößt gegen gesetzliche Rechtssprechung und ist derjenige der am lautesten mitschreit, wenn Gehälter und Löhne oberhalb der inflationsrate angepasst werden sollen. So stellt man sich wirklich das Klischee des Anti-Arbeitgebers vor - Danke Herr Hundt für diesen beschweis der Anti-Christen-bewegung. Früher waren es Sklaven - heute nennt die Gesellschaft das Vorgehen "Leiharbeit" !!!

  • Der Artikel ist einfach nur schlecht recherchiert und zudem sehr polemisch.

  • es bleibt nur zu hoffen, dass die Kolleginnen auch tatsächlich klagen und die Menschenhändler damit endlich in den Ruin treiben...

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