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Zeitarbeit: Personalpolitik von Schlecker soll per Gesetz gestoppt werden

von Harald Schumacher

Führende Arbeitsmarktpolitiker von CDU/CSU und FDP wollen das umstrittene Zeitarbeitsmodell des Drogerieunternehmers Anton Schlecker per Gesetz stoppen.

Grund: Der Branchenführer ersetzt zu Tausenden Stammpersonal durch Zeitarbeitskräfte von Meniar, einem Arbeitnehmerverleiher, der mit dem Konzern verbunden ist. Ebenso lagert Schlecker eigene Mitarbeiter dorthin aus und setzt sie als Leiharbeiter in den Filialen ein. Die Gehälter sinken dabei unter das Tarifniveau des Einzelhandels.

Der arbeitsmarkt- und sozialpolitische Sprecher der Unions-Fraktion, Karl Schiewerling, will noch im Januar mit Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen über eine Änderung des Arbeitnehmerüberlassungsgesetzes sprechen, die solche Praktiken verhindern soll. „Schlecker macht genau das, was der Gesetzgeber nicht wollte, als er die Zeitarbeit liberalisierte“, sagte Schiewerling gegenüber der WirtschaftsWoche. Die FDP-Fraktion unterstützt das Vorhaben. Deren arbeitsmarktpolitischer Sprecher Heinrich Kolb erklärte auf Anfrage, er werde Schiewerlings Initiative unterstützen: „Ich kann mir gut vorstellen, dass wir das machen.“

Müssten die Unternehmen Zeitarbeitskräfte künftig wie ihre eigenen Beschäftigten bezahlen, träfe das auch zahlreiche andere Unternehmen – etwa Krankenhausgesellschaften und Betriebe der Arbeiterwohlfahrt -, die konzernintern Personal verleihen und so ebenfalls brancheneigene Tarife umgehen.

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27 KommentareAlle Kommentare lesen
  • 19.01.2010, 09:21 UhrAnonymer Benutzer: horstfr

    Solche Unternehmen sollte man boykottieren ich mache das schon länger mit Schlecker und Müllermilch und Co. (kläre auch mein Umfeld über diese Unternehmen auf) Wenn das sehr viele Menschen machen wurden dann wurden diese Unternehmen sehr schnell ihre Personalpolitik ändern. Oder vom markt verschwinden Das es auch anders geht zeigt das Erfolgsmodell dm. Hier zahlt der Mensch noch was. solche Unternehmen sollte man unterstutzen und fordern. Das was Schlecker und Co machen ist Modernes Sklaventum. und Harz4 hilft dabei!

  • 12.01.2010, 12:58 UhrAnonymer Benutzer: Peter Perlich

    Herr friebe, Unternehmen besetzen eine Stelle erstmal deshalb nicht oder mit einem Praktikanten, Voluntär, Zeitarbeiter u.s.w weil es ein Risiko ist angesichts der Schwierigkeit jemanden, der nicht die Erwartungen erfüllt wieder zu entlassen eine Festanstellung vorzunehmen.
    Manchmal passt es eben nicht. Unser Arbeitsrecht geht davon aus, dass man einen Volltreffer landet diesen einstellt und dann ein Leben lang beschäftigt. Wenn es kein Volltreffer ist, dann muss man eben darunter leiden. Es verkennt, dass es irrtum gibt, dass es Leute gibt, die sich schlafen legen, besser woanders hin passen e.t.c...
    Auch der Arbeitnehmer hat durch Flexibilität Vorteile:

    1. Er muss mit seiner Arbeit nicht unproduktive Kollegen durchfüttern (die vielleicht woanders viel produktiver wären).

    2. Der Arbeitnehmer bekommt schneller eine neue Anstellung, weil die AG bei einem flexibleren Arbeitsmarkt Risiko- und Experimentierfreudiger sind. Denn wer nach einem Volltreffer suchen muss - der lässt sich eben mehr zeit mit einer Stellenbesetzung und nimmt möglichst Totsichere Kandidaten. Quereinsteiger, Aufsteiger, und unkonventionelle haben da weniger Chancen.

  • 11.01.2010, 14:23 UhrAnonymer Benutzer: friebe

    Herr Perlich: Wen meinen Sie eigentlich mit Arbeitsmarkt? Flexibel sind die Arbeitnehmer schon. Sie wollen ja arbeiten. Wer nicht flexibel ist, das sind die Arbeitgeber. Sie besetzen eine Stelle schon mal lieber nicht, bevor sie sich flexibel zeigen. Und wenn ALLE Unternehmen für Zeitarbeit das gleiche zu zahlen hätte, wie normale Arbeitnehmer, würde Zeitarbeit auch wirklich nur für Flexibilisierung verwendet. Das wäre dann eine gute Lösung.

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