Zukunftsprognosen 2030: Wie bewegen wir uns in Zukunft fort?

Zukunftsprognosen 2030: Wie bewegen wir uns in Zukunft fort?

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Fortbewegung

von Christian Schlesiger

Andreas Knie, Leiter des Innovationszentrums für Mobilität und gesellschaftlichen Wandel über Reisen und die Fortbewegungsmittel in der Zukunft.

Die Zukunft wird schneller. Doch nicht das Höchsttempo bestimmt das Mantra der Mobilitätsfanatiker, sondern die steigende Durchschnittsgeschwindigkeit. Denn der Mobilitätsrhythmus der Zukunft ist nicht mehr einheitlich, sondern gebrochener. Arbeitnehmer wechseln öfters ihren Arbeitgeber, zudem verzichten sie in Ballungsräumen verstärkt auf ein eigenes Fahrzeug. Um ans Ziel zu gelangen, wechseln sie häufiger das Verkehrsmittel.  

Unternehmen sorgen für entsprechende Angebote und den bequemen und flexiblen Zugriff auf Fortbewegungsmittel. Wenn die Menschen Distanzen überbrücken, steht ihnen das jeweils bestmögliche Fahrzeug zur Verfügung: mal Auto, mal Fahrrad, mal Bahn. Mithilfe ihrer Smartphones errechnen Konsumenten blitzschnell, wann und wo sie am besten auf welches Verkehrsmittel umsteigen.

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Carsharing hat Zukunft

Den Anfang macht schon heute das Carsharing. Lange als Alternative für Ökofans belächelt, entwickeln Autohersteller jetzt selbst das Produkt weiter. Das Prinzip dabei lautet: Der Zugriff aufs Auto muss so einfach sein wie möglich. Orientierung bietet das Car2Go genannte Ulmer Modell von Daimler. Dabei buchen registrierte Kunden telefonisch ein Auto und holen es an einem der 25 Sammelplätze im Stadtgebiet ab. Sie zahlen pro Minute 19 Cent und lassen es nach Gebrauch irgendwo im Stadtgebiet stehen. Rund 20.000 Bürger nutzen das Modell bereits.

In 10 bis 20 Jahren könnten Carsharing-Unternehmen mit niedrigeren Beiträgen locken, wenn ihre Elektrofahrzeuge gleichzeitig als Massenspeicher dienen. In Spitzenzeiten, etwa abends, geben sie Energie ins Netz und werden dafür vergütet. Nachts, wenn der Strom preiswert ist, laden sie ihren Akku wieder auf. Der Kunde spart so Geld.

Auch Kommunen und Städte treiben die leise Temporevolution mit öffentlichen Subventionen voran. Fahrräder mit Elektromotor bestimmen in wenigen Jahren den Alltag in den Metropolen. An jeder Ecke aufsteigen, fahren, abstellen. Künftig wird dann auch nicht mehr pro Minute abgerechnet, sondern pauschal. Die Kosten sinken dadurch erheblich. Billigflieger werden unter steigenden Kerosinkosten leiden und suchen Einsparpotenziale: nur ein Pilot im Cockpit, Stehplätze auf Kurzstrecken — Unternehmen basteln bereits an Konzepten.

Enger Takt in Metropolen

Die Bahn erhöht ihre Taktzahl im Metropolenverkehr: Fernzüge fahren halbstündig statt alle ein oder zwei Stunden. Wirklich futuristische Verkehrsmittel wird es aber kaum geben. Der Verbrennungsmotor hat noch viele Jahre vor allem in ländlichen Bereichen seine Daseinsberechtigung. Ohnehin wird der Elektromotor frühestens 2025 wirtschaftlicher sein als der heutige Verbrennungsmotor. Neue Verkehrsmittel wie der Elektro-Stehrollers Segway oder die Kickboard genannte Kombination aus Skateboard und Tretroller bleiben Randerscheinungen.

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