Unternehmensbesteuerung: Schäuble plant Firmensteuer-System mit Frankreich

Unternehmensbesteuerung: Schäuble plant Firmensteuer-System mit Frankreich

, aktualisiert 30. Mai 2017, 18:37 Uhr
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Der Bundesfinanzminister will mit Frankreich bei der Unternehmensbesteuerung zusammenarbeiten.

Quelle:Handelsblatt Online

Ein gemeinsames System der Unternehmensbesteuerung planen Deutschland und Frankreich. Finanzminister Schäuble will mit der Regierung Macron noch vor der Wahl zur französischen Nationalversammlung Vorschläge dazu machen.

BerlinDeutschland und Frankreich haben sich nach den Worten von Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble bei ihrer gemeinsamen Unternehmenssteuer-Initiative hehre Ziele gesetzt. „Wir haben jetzt einen neuen Anlauf gemacht, ob wir uns mit Frankreich in der Unternehmensbesteuerung nicht nur auf gemeinsame Prinzipien, sondern auf ein gemeinsames System verständigen können“, sagte er am Dienstag in Berlin. Vorschläge dazu sollen noch vor der Wahl zur französischen Nationalversammlung vorgelegt werden. „Die Zeit rennt“, sagte Schäuble. Es werde spannend, „ob und was wir erreichen“.

International werde in den nächsten Jahren viel im Bereich der Firmensteuern geschehen. Im Moment liege Deutschland bei den Unternehmenssteuern relativ gut, müsse aber darauf achten, handlungs- und wettbewerbsfähig zu bleiben. Bei der Kapitalertragssteuer in Deutschland, spreche viel dafür, sie für Zinsen und ähnliche Erträge abzuschaffen, wenn der automatische Informationsaustausch zwischen den Ländern in Kürze gelte.

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Im Streit um Griechenland-Hilfen warf Schäuble dem Internationalen Währungsfonds (IWF) unrealistische Annahmen vor. „Wir streiten gerade mit dem IWF darüber, welche Wachstumsannahme für Griechenland für die nächsten 40 bis 50 Jahre die richtige ist“, sagte der Bundesfinanzminister. Der IWF sei bisher nicht bereit, mehr als ein1 Prozent Wachstum für die nächsten 40 Jahre zu unterstellen.

Sarkastisch fügte Schäuble hinzu: „Was übrigens die Erklärung ist, dass alle Programme vergeblich waren.“ Mit einem Prozent Wachstum würde Griechenland niemals die Lücke zu den anderen Mitgliedsländern der Euro-Zone schließen können.

Quelle:  Handelsblatt Online
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