US-Aktienmärkte: Rückkäufe der Unternehmen sorgen für Stabilisierung

US-Aktienmärkte: Rückkäufe der Unternehmen sorgen für Stabilisierung

, aktualisiert 24. Februar 2016, 16:53 Uhr
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Der gleichgewichtete S&P Index der Unternehmen, die Rückkäufe tätigen, hat im Februar bislang um 0,9 Prozent zugelegt.

Quelle:Handelsblatt Online

Die US-Aktienmärkte haben den schwächsten Januar seit sieben Jahren hinter sich. Inzwischen hat sich die Lage wieder stabilisiert. Das liegt vor allem an den Aktienrückkäufen der Unternehmen.

New YorkDie Stabilisierung der US-Aktienmärkte liegt vor allem an den Aktienrückkäufen der Unternehmen, wie David Kostin, leitender US-Aktienstratege von Goldman Sachs, in einem Interview mit Bloomberg Television betonte. Allein hierdurch habe sich der Markt von dem schwächsten Januar seit sieben Jahren erholt. Der Standard & Poor’s 500 hatte in der Vorwoche 2,8 Prozent gewonnen und damit die beste Entwicklung seit 2016 hingelegt.

„Jetzt im Februar, wenn die Unternehmen signifikante Aktienrückkäufe vornehmen, liegen die Genehmigungen für neue Käufe auf Rekordniveau“, so Kostin, „Das ist ein zentraler Treiber des Marktes aus Money-Flow-Perspektive.“

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In dem Monat, der auf ein Kalenderquartal folge, gebe es eine Tendenz zur Zurückhaltung bei Käufen, so Kostin. Daraus resultiere ein starker Februar nach einem schwachen Januar. Der gleichgewichtete S&P Index der Unternehmen, die Rückkäufe tätigen, hat im Februar bislang um 0,9 Prozent zugelegt, während der gleichgewichtete S&P 500 um 0,3 Prozent nachgegeben hat. Im Januar hatte der „Rückkäufer-Index“ sich noch 1,4 Prozentpunkte schwächer entwickelt.

Hedgefonds neigen wegen der Ölpreisschwäche und der Sorgen um China gleichwohl zur Zurückhaltung, wie Kostin hinzufügte. Nach dem jüngsten „Hedge Fund Monitor“ von Goldman Sachs sind die Longpositionen auf 45 Prozent und damit den tiefsten Stand seit 2012 gefallen. Zugleich konzentrierten sich die Hedgefonds auf weniger Werte. Die Top 10 machten 68 Prozent der Longpositionen aus. Das ist der höchste Werte auf Basis der Goldman-Daten der vergangenen 15 Jahre.

Kostin rechnet mit einem Jahresendstand von 2100 Punkten, was 9,3 Prozent Potenzial für den S&P 500 auf Basis der Schlusskurse vom Dienstag bedeutet. Mit seiner Prognose liegt der Stratege 2,1 Prozent unter der durchschnittlichen Schätzung von 21 Strategen einer Bloomberg-Übersicht.

Quelle:  Handelsblatt Online
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