US-Konjunktur: Einzelhändler spüren Gegenwind

US-Konjunktur: Einzelhändler spüren Gegenwind

, aktualisiert 15. September 2017, 16:40 Uhr
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Autos erwiesen sich im August in den USA als Ladenhüter. Mögliche Ursache: Hurrikan „Harvey“.

Quelle:Handelsblatt Online

Die Erlöse der US-Einzelhändler sind im August überraschend gesunken. Ökonomen hatten zuvor mit einem Zuwachs gerechnet. Experten sehen in Hurrikan „Harvey“ die mögliche Ursache für den Konsumrückgang.

WashingtonDie US-Einzelhändler haben im August überraschend Gegenwind gespürt. Ihre Erlöse sanken um 0,2 Prozent zum Vormonat, wie das Handelsministerium am Freitag mitteilte. Dies war der größte Rückgang seit sechs Monaten. Von Reuters befragte Ökonomen hatten mit einem Zuwachs von 0,1 Prozent gerechnet, nachdem es im Juli ein nach unten revidiertes Plus von 0,3 Prozent gegeben hatte. Besonders Autos erwiesen sich im August als Ladenhüter: Hier gab es ein Minus von 1,6 Prozent. Als mögliche Ursachen für den Einbruch gelten die Folgen des Hurrikans „Harvey“, der in Teilen von Texas gewütet hatte.

Das Handelsministerium konnte den Einfluss des Wirbelsturms auf die Daten jedoch noch nicht eindeutig zuordnen. Manche Firmen hätten von positiven, andere von negativen Folgen berichtet. Andere wiederum hätten angegeben, „Harvey“ habe keinen Einfluss auf die Umsätze gehabt. Allerdings dürfte die Naturkatastrophe in der Zukunft indirekt auch für steigende Umsätze sorgen, wenn bei den Überschwemmungen zerstörte Autos durch neue ersetzt werden.

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Das Wohl und Wehe der US-Konjunktur hängt stark von den Verbrauchern ab. Denn der private Konsum macht rund zwei Drittel der gesamten Wirtschaftskraft aus. Im Frühjahr hatte das BIP mit einer auf das Jahr hochgerechneten Rate von 3,0 Prozent zugelegt - auch dank der Konsumfreude der Bürger.

Quelle:  Handelsblatt Online
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