US-Notenbank: Bleibt Janet Yellen in der Fed-Führungsriege?

US-Notenbank: Bleibt Janet Yellen in der Fed-Führungsriege?

, aktualisiert 13. November 2017, 11:27 Uhr
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Erst kritisiert, dann gelobt, nun ausgewechselt: Notenbankchefin Yellen durchlebt wegen dem neuen US-Präsidenten turbulente Zeiten.

Quelle:Handelsblatt Online

Weil Präsident Trump sich gegen sie entschied, wird Janet Yellen nach nur vier Jahren aus ihrem Amt der US-Notenbankchefin ausscheiden. Ihre Karriere innerhalb des Führungsgremiums ist damit nicht zwangsläufig beendet.

TokioDie Tür für einen Verbleib von US-Notenbankchefin Janet Yellen in der Führungsetage der Fed ist laut einem Top-Währungshüter weiter offen. Der Präsident des Fed-Ablegers von Philadelphia, Patrick Harker, sagte am Montag in Tokio, diese Frage sei noch nicht entschieden.

Yellen wird Anfang Februar nach vier Jahren an der Spitze der mächtigsten Notenbank der Welt von dem bisherigen Direktoriumsmitglied Jerome Powell abgelöst, falls der Senat zustimmt. Danach steht es Yellen jedoch frei, als Direktorin weiter die Geldpolitik mitzubestimmen und auch bei Zinssitzungen mitzuentscheiden. In dieser Funktion war sie bereits vor ihrer Zeit als Fed-Chefin seit 2010 tätig, sodass sie theoretisch bis Ende Januar 2024 im Führungsgremium verbleiben könnte. Dies gilt jedoch als unwahrscheinlich.

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Derzeit sind im Direktorium nur vier von nominell sieben Posten besetzt. Nach einem Ausscheiden Yellens wären sogar vier Plätze vakant, die US-Präsident Donald Trump neu besetzen könnte. Die Mandate werden jeweils mit Zustimmung des Senats für 14 Jahre vergeben. Trump hatte Yellen vor seiner Wahl zum Staatschef heftig kritisiert, später jedoch für ihre Amtsführung gelobt. Yellen steht für einen Kurs behutsamer Zinserhöhungen, der laut Harker unter dem künftigen Notenbankchef Powell fortgesetzt werden dürfte.

Die Fed wird das nächste Mal am 12. und 13. Dezember zusammenkommen, um über den Leitzins zu entscheiden. Sie hat ihn dieses Jahr bereits zwei Mal auf die aktuell gültige Spanne von 1,0 bis 1,25 Prozent angehoben und einen weiteren Schritt für kommenden Monat signalisiert.

Quelle:  Handelsblatt Online
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