US-Notenbank: Trump will offenbar Powell als neuen Chef nominieren

US-Notenbank: Trump will offenbar Powell als neuen Chef nominieren

, aktualisiert 02. November 2017, 10:06 Uhr
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Der vom Präsidenten nominierte Kandidat muss noch vom Senat bestätigt werden.

Quelle:Handelsblatt Online

US-Präsident Trump will offenbar den Notenbank-Direktor Powell als neuen Chef nominieren. Der 64-Jährige soll auf Fed-Chefin Yellen folgen. Laut einem Bericht wurde Powell bereits über die Entscheidung informiert.

WashingtonUS-Präsident Donald Trump will einem Insider zufolge Notenbank-Direktor Jerome Powell zum neuen Chef der Federal Reserve machen. Trump werde den 64-Jährigen am Donnerstag als Nachfolger von Fed-Chefin Janet Yellen nominieren, sagte eine mit der Situation vertraute Person am Mittwoch.

Mit Powell würde ein Währungshüter an die Spitze der einflussreichsten Notenbank der Welt rücken, der schon seit Jahren in deren Führungsetage sitzt und von dem Experten eine Fortsetzung des Yellen-Kurses mit behutsamen Zinserhöhungen erwarten. Dem „Wall Street Journal“ zufolge wurde er bereits über Trumps Entscheidung informiert. Der vom Präsidenten nominierte Kandidat muss noch vom Senat bestätigt werden. Yellens Amtszeit läuft Anfang Februar 2018 aus.

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Trump hatte am Mittwoch eine Entscheidung für Donnerstag-Nachmittag (Ortszeit) angekündigt. Powell gilt bereits seit einiger Zeit als Favorit für den Posten. Der Jurist und frühere Investmentbanker ist im Fed-Führungsgremium der einzige Vertreter von Trumps Republikanern. Er gilt als Kompromisskandidat, den Republikaner und Demokraten gleichermaßen akzeptieren können. Yellen wurde zwar nach anfänglicher Kritik von Trump immer wieder gelobt. Einem aktuellen Bericht des Politik-Portals „Politico“ zufolge ist sie inzwischen aber aus dem Rennen.

Während Powell wohl für Kontinuität in der Geldpolitik stünde, würde der Wirtschaftsprofessor John Taylor, der zuletzt ebenfalls als ein Kandidat galt, eher für einen radikalen Bruch stehen. Der Ökonom von der Elite-Universität Stanford hat eine Formel zur Ermittlung des angemessenen Leitzinses entwickelt – die nach ihm benannte „Taylor-Regel“ – und will die Geldpolitik daran ausrichten. Die Fed-Führung war jedoch gegen solche Vorschläge Sturm gelaufen, da sie befürchtet, dass der Handlungsspielraum der Notenbank zu stark eingeschränkt werde.

Quelle:  Handelsblatt Online
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