US-Notenbanker: Dudley warnt vor Deregulierung der Finanzbranche

US-Notenbanker: Dudley warnt vor Deregulierung der Finanzbranche

, aktualisiert 06. November 2017, 20:07 Uhr
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Der Notenbanker warnt davor, die Folgen der Finanzkrise zu vergessen.

Quelle:Handelsblatt Online

Donald Trump und die Republikaner wollen die im Zuge der Finanzkrise erlassenen Gesetze zur Bankenregulierung aufweichen. William Dudley, Chef der New Yorker Fed, warnt vor zu weitgehender Deregulierung.

New YorkDer einflussreiche Fed-Notenbanker William Dudley hat den US-Kongress vor einer zu starken Deregulierung der Finanzbranche gewarnt. Mit Blick auf mögliche Änderungen bei den Vorschriften sollte man nicht die massiven Schäden ausblenden, die die Finanzkrise angerichtet habe, sagte der Präsident der New Yorker Fed-Filiale am Montag. Das derzeitige Regelwerk reiche nicht aus. Aber es sei besser als früher. Es liege noch viel Arbeit vor den Behörden. Diese müsse so schnell wie möglich erledigt werden. Man könnte zwar einige Regeln verändern. Die wichtigen Punkte wie eine stärkere Kapitalausstattung und Liquidität seien aber nicht verhandelbar.

US-Präsident Donald Trump und der von seinen Republikanern kontrollierte Kongress streben eine Abkehr von der strengen Bankenregulierung an. Trump hat per Erlass angeordnet, dass die Wall-Street-Reformen (Dodd-Frank-Gesetz) überprüft werden sollen. Das Gesetzeswerk von 2010 war die zentrale Lehre, die die USA aus der Finanzkrise gezogen haben. Damals wurden Banken weltweit mit Hilfe von Steuermilliarden und Liquiditätsgarantien vor dem Kollaps gerettet. Kern der Reform war ein weitgehendes Verbot des Eigenhandels der Banken, die sogenannte Volcker-Regel. Trump hatte wiederholt kritisiert, Dodd-Frank gebe der Finanzaufsicht so viel Macht, dass die US-Banken nicht richtig funktionieren und Geld verleihen könnten.

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Quelle:  Handelsblatt Online
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