US-Wahlkampf: Rubio und Cruz werfen Trump Nähe zu Rassisten vor

US-Wahlkampf: Rubio und Cruz werfen Trump Nähe zu Rassisten vor

, aktualisiert 29. Februar 2016, 12:38 Uhr
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Vor dem „Super Tuesday“ nehmen Marco Rubio (links) und Ted Cruz (rechts) Donald Trump (Mitte) in die Zange.

Quelle:Handelsblatt Online

Bei den Republikanern ist die Stimmung vor dem „Super Tuesday“ aufgeheizt. Marco Rubio und Ted Cruz greifen Donald Trump scharf an. Ihr Vorwurf: Der Milliardär lasse sich von Rassisten unterstützen.

WashingtonIm US-Wahlkampf zieht der republikanische Präsidentschaftsbewerber Donald Trump neue Kritik auf sich, weil er vom ehemaligen Ku-Klux-Klan-Vertreter David Duke unterstützt wird. Vor dem Super Tuesday mit zahlreichen Vorwahlen am Dienstag griffen seine innerparteilichen Rivalen Trump scharf an. Duke gilt als Verfechter angeblicher weißer Überlegenheit und hatte für Trump geworben. Diesem wird vorgehalten, sich nicht klar zu distanzieren.

Der Milliardär, der bereits drei Vorwahlen auf dem Weg zur Nominierung als Präsidentschaftskandidat der Republikaner gewonnen hat, sagte auf die Frage nach Duke am Sonntag auf CNN nur: „Ich weiß nichts über David Duke. Ich weiß noch nicht mal, wovon Sie reden mit weißer Überlegenheit.“

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Duke gilt als einer der bekanntesten Rechtsradikalen der USA. Im Jahr 2000 hatte Trump noch erklärt, mit David Duke und ähnlichen Politikern am rechten Rand wolle er nichts zu tun haben. Seine jetzigen Äußerungen trafen bei seinen Rivalen Marco Rubio und Ted Cruz auf harsche Kritik. „Wir können nicht eine Partei sein, die es ablehnt, weiße Rassisten und den Ku Klux Klan zu verdammen“, sagte Rubio in Virginia. Trump werde damit unwählbar.

Cruz bezeichnete Trumps Äußerungen als „wirklich traurig“ und sagte am Sonntag: „Wir sollten uns alle einig sein, dass Rassismus falsch ist, KKK ist fürchterlich.“ Die rassistische Organisation war nach dem amerikanischen Bürgerkrieg im 19. Jahrhundert gegründet worden, um Schwarze zu unterdrücken.

Schon am Freitag war Trump nach Duke gefragt worden, der im Radio gesagt habe, es komme „Verrat“ gleich, nicht für Trump zu stimmen. Da sagte der Bewerber, der in Umfragen in vielen US-Staaten am besten abschneidet: „In Ordnung, ich rücke ab, ok?“

Trotz der Kontroverse erhielt Trump vor dem Super Tuesday weitere Unterstützung: Der Senator von Alabama, Jeff Sessions, stellte sich offiziell hinter den Unternehmer und damit gegen Rubio und Cruz, die Senatoren von Florida und Texas. Auf einer Wahlkampfverstaltung an der Seite von Trump in Huntsville sagte Sessions: „Das hier ist keine Kampagne. Dies ist eine Bewegung.“

Niemand sei perfekt, aber die USA bräuchten im Moment jemanden, der Amerika wieder groß mache, sagte Sessions. Er wiederholte damit Trumps Wahlslogan „Make America Great Again“.

Alabama ist einer der US-Staaten, in denen am Dienstag sowohl bei den Republikanern als auch bei den Demokraten Vorwahlen stattfinden. Insgesamt werden am Super Tuesday bei den Republikanern 595 Delegiertenstimmen für den Nominierungsparteitag im Juli vergeben. Bei den Demokraten sind es 865.

Quelle:  Handelsblatt Online
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