VAT gelingt Neuemission: Börsendebüt bringt Investoren fast 500 Millionen Euro ein

VAT gelingt Neuemission: Börsendebüt bringt Investoren fast 500 Millionen Euro ein

, aktualisiert 14. April 2016, 16:40 Uhr
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Mit seinem Börsengang landet VAT im bisherigen Jahr auf Platz zwei – nach der britischen Clydesdale Bank.

Quelle:Handelsblatt Online

Es ist der zweitgrößte europäische Börsengang des Jahres: Für einen Ausgabepreis von bis zu 52,60 Franken zeichneten Anleger Papiere des Schweizer Vakuumventile-Herstellers VAT. Der Erlös ist deutlich höher als erwartet.

ZürichDer Schweizer Vakuumventile-Herstellers VAT schafft den bislang zweitgrößten Börsengang in Europa in diesem Jahr. Die Aktien stiegen bei ihrem Debüt am Donnerstag über den Ausgabepreis, der mit 45 Franken am oberen Ende der angepeilten Preisspanne festgelegt worden war. An der Börse kosteten die VAT-Papiere gegen Mittag 52,60 Franken. Die beiden Finanzinvestoren Partners Group und Capvis, denen VAT seit rund zwei Jahren gehört, streichen 540 Millionen Franken (496 Millionen Euro) ein. Sie veräußerten 40 Prozent ihrer Anteile. Insgesamt ist das Unternehmen aus Haag im Kanton St. Gallen 1,35 Milliarden Franken wert.

Mehr Geld eingebracht hat in Europa dieses Jahr bislang nur der Börsengang der britischen Clydesdale Bank. Sollte die Mehrzuteilungsoption bei VAT ausgeübt werden, würde sich das Unternehmen an die Spitze der Liste setzen. VAT ist 2016 nach der Internet-Sicherheitsfirma Wisekey der zweite Neuzugang an der Schweizer Börse. Ursprünglich war ein Ausgabepreis von 39 bis 46 Franken angepeilt worden, der nach Informationen von Insidern dann auf 43 bis 45 Franken je Aktie eingeengt wurde. Der VAT-Börsengang lag in den Händen von Credit Suisse und UBS. Mit an Bord waren auch JP Morgan, die Bank Vontobel und Berenberg.

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Das Unternehmen mit weltweit rund 1200 Beschäftigten erzielte im vergangenen Jahr 411 Millionen Franken Umsatz, 13 Prozent mehr als im Jahr davor. Der um Sonderfaktoren bereinigte Betriebsgewinn (Ebitda) wuchs um 22 Prozent auf 127 Millionen Franken. Die von VAT hergestellten Vakuumventile werden in Anlagen zur Herstellung von Halbleitern, Flachbildschirmen und Photovoltaik-Panelen eingesetzt. VAT ist mit einem Marktanteil von rund 41 Prozent rund acht mal größer als die Nummer zwei in diesem Bereich, der US-Konzern MKS Instruments. Bekannte Firmen im Bereich Vakuumtechnik sind unter anderem auch die Schweizer Inficon und die deutsche Pfeiffer Vakcuum.

Quelle:  Handelsblatt Online
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