Vermögensverwalter: Fusionspläne beflügeln Standard Life und Aberdeen

Vermögensverwalter: Fusionspläne beflügeln Standard Life und Aberdeen

, aktualisiert 06. März 2017, 10:45 Uhr
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Papiere von Standard Life stiegen um bis zu 9,6 Prozent auf ein 15-Monats-Hoch.

Quelle:Handelsblatt Online

Der Zusammenschluss von Standard Life und Aberdeen hat ein Volumen von elf Milliarden Pfund – und würde einen Konkurrenten für die US-Branchengrößen erschaffen. An der Börse geht es für beide Firmen deutlich bergauf.

FrankfurtDie geplante Fusion hat die britischen Vermögensverwalter Standard Life und Aberdeen am Montag beflügelt. Standard Life stiegen um bis zu 9,6 Prozent auf ein 15-Monats-Hoch von 414,90 Pence. Damit waren sie Spitzenreiter im Londoner Auswahlindex FTSE und steuerten auf den größten Tagesgewinn seit acht Jahren zu. Aberdeen gewannen zeitweise 8,2 Prozent auf 310 Pence.

„Damit entsteht ein weiterer riesiger Vermögensverwalter“, sagte Marktanalyst Heino Ruland von Ruland Research. Das erhöhe den Wettbewerbsdruck in der Branche. Seinem Kollegen Neil Wilson vom Brokerhaus ETX Capital zufolge ist der Zusammenschluss sinnvoll und notwendig. Der Boom bei passiven Fonds erhöhe den Fusionsdruck auf Vermögensverwalter, bei denen Fondsmanager Kauf- und Verkaufsentscheidungen treffen. „Die Einsparungen sollten leicht zu erreichen sein. Die Unternehmenskulturen sind nicht allzu unterschiedlich.“ Gemeinsam könnten es Standard Life und Aberdeen mit den Branchengrößen aus den USA aufnehmen. Sie verdrängten auch den bisherigen britischen Branchenprimus Schroders auf Platz zwei.

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Der Zusammenschluss von Standard Life und Aberdeen hat ein Volumen von elf Milliarden Pfund (12,7 Milliarden Euro). Die beiden Firmen stellten Einsparungen von 200 Millionen Pfund (231 Millionen Euro) in Aussicht.

Der Gewinn werde durch die Fusion voraussichtlich um 19 bis 24 Prozent steigen, rechneten die Experten der Investmentbank Liberum vor. Sie sagten zudem weitere Fusionen in der Branche vor und schlossen auch ein Gegengebot für Aberdeen nicht aus. Die Aberdeen-Konkurrenten Jupiter und Ashmore legten in der Spitze jeweils mehr als fünf Prozent zu. Letztere markierten mit 379,7 Pence ein Drei-Jahres-Hoch.

Quelle:  Handelsblatt Online
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