Vize-Kandidaten im TV-Duell: Pence und Kaine liefern sich Schlagabtausch

Vize-Kandidaten im TV-Duell: Pence und Kaine liefern sich Schlagabtausch

, aktualisiert 05. Oktober 2016, 04:10 Uhr
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TV-Debatte in Farmville: Die Kandidaten für den Posten des Vizepräsidenten der USA, der Demokrat Tim Kaine (l.) und der Republikaner Mike Pence.

Quelle:Handelsblatt Online

Am Dienstagabend trafen sich die Vizepräsidentschaftskandidaten im US-Wahlkampf zur TV-Debatte. Dabei musste der Republikaner Pence gegen den Demokraten Kaine immer wieder Trumps Fehltritte verteidigen.

FarmvilleIm US-Wahlkampf haben sich die beiden Vizepräsidentschaftskandidaten Tim Kaine und Mike Pence ihren ersten direkten Schlagabtausch geliefert. Beide trafen am Dienstagabend (Ortszeit) in Farmville in ihrer einzigen TV-Debatte aufeinander.

Anders als das Duell zwischen Hillary Clinton und Donald Trump war der Auftritt ihrer designierten Stellvertreter zunächst wenig spannungsgeladen. Beide unterbrachen sich ständig. Der Demokrat Kaine griff immer wieder Trump an. So warf er dem republikanischen Präsidentschaftskandidaten Frauenfeindlichkeit vor. Bei seiner Rhetorik lag er dabei ganz auf einer Linie mit Clinton.

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Der Republikaner Pence sagte, er werde Trump helfen, Wandel nach Washington zu bringen. Er sah sich mit der schwierigen Aufgabe konfrontiert, den umstrittenen Kandidaten zu verteidigen, der sich zuletzt wieder mehrere Fehltritte geliefert hatte. Pence und Kaine gelten als erfahrene Politiker, schillernde Persönlichkeiten sind sie nicht.

Der Austragungsort Farmville mit seinen etwa 8000 Einwohnern steht für den Kampf der Demokratin Clinton und des Republikaners Trump um die ländlichen Regionen in den USA: Der Geschäftsmann muss die republikanische Stammwählerschaft unbedingt in großer Zahl mobilisieren, um am 8. November gewinnen zu können, während die ehemalige Außenministerin verhindern muss, dass sie zu weit zurückfällt.

Kaine hat dabei einen Heimvorteil: Der 58-Jährige vertritt Virginia im Senat und war früher Gouverneur des Bundesstaates. Der 57-jährige Pence ist Gouverneur von Indiana. Beide standen im Wahlkampf bislang im Schatten ihrer Chefs.

Traditionell können republikanische Kandidaten auf die Unterstützung aus ländlichen Gegenden der USA bauen. Zwar hatte Mitt Romney 2012 gegen Amtsinhaber Präsident Barack Obama verloren, doch auf dem Land hatte er immerhin 59 Prozent der Wähler auf seiner Seite.

Einer Reuters/Ipsos-Umfrage vom August zufolge führt Trump auf dem Land mit 41 Prozent vor Clinton, die auf 28 Prozent kommt. Allerdings arbeitet der demografische Trend gegen die Republikaner, da in vielen Bundesstaaten immer mehr Menschen in die Städte ziehen und politisch nach links - "liberal", wie es in der US-Politik heißt - driften. So war Virginia selbst lange Zeit eine sichere Bank für die Republikaner. Jüngsten Umfragen zufolge liegt hier jedoch inzwischen Clinton in Führung.

Quelle:  Handelsblatt Online
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