Volks- und Raiffeisenbanken: Zahl der Genossenschaftsbanken sinkt unter 1000

Volks- und Raiffeisenbanken: Zahl der Genossenschaftsbanken sinkt unter 1000

, aktualisiert 29. November 2016, 19:16 Uhr
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Der Präsident des Bundesverbands der Deutschen Volks- und Raiffeisenbanken (BVR) macht für die Fusionswelle auch die Geldpolitik der europäischen Zentralbank verantwortlich.

Quelle:Handelsblatt Online

Nach 27 Fusionen benachbarter Genossenschaftsbanken gibt es in Deutschland insgesamt nur noch 994 Institute dieser Art. Damit erreicht der Schrumpfkurs einen neuen Höhepunkt. 1970 hatte es noch mehr als 7000 gegeben.

FrankfurtDie Schrumpfkur der Genossenschaftsbanken in Deutschland hat einen neuen Höhepunkt erreicht. Die Zahl der Raiffeisen-, Volks- Sparda- und PSD-Banken ist unter die Marke von 1000 gesunken, wie der Bundesverband der Deutschen Volks- und Raiffeisenbanken (BVR) am Dienstag mitteilte.

Nach 27 Fusionen benachbarter Institute in diesem Jahr gab es Ende September noch 994 eigenständige Genossenschaftsbanken. Zu Anfang des Jahrtausends waren es noch mehr als doppelt so viele, 1970 hatte es mehr als 7000 Volks- und Raiffeisenbanken gegeben.

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BVR-Präsident Uwe Fröhlich macht für die Fusionswelle die niedrigen Zinsen und die Kosten der Regulierung verantwortlich: „Diese Entwicklung ist ein Stück weit auch die Folge einer Geldpolitik der EZB, die die Zinsergebnisse nachhaltig negativ beeinflusst, sowie einer Regulierung, die in vielen Bereichen die Proportionalität und Risikoorientierung vermissen lässt.“ Der Verband hatte bereits im Frühjahr rund 50 Zusammenschlüsse vorausgesagt. 2017 werde sich der Trend in ähnlichem Tempo fortsetzen.

Noch gehört allerdings fast jede zweite Bank in Deutschland dem Genossenschaftssektor an. Das Fusionstempo unter den gut 400 Sparkassen hatte sich zuletzt verlangsamt, zahlreiche Anläufe unter den regionalen Instituten hatten sich wieder zerschlagen.

Quelle:  Handelsblatt Online
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