Vor Doha-Gesprächen: Ölpreis steigt um fast vier Prozent

Vor Doha-Gesprächen: Ölpreis steigt um fast vier Prozent

, aktualisiert 08. April 2016, 14:41 Uhr
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Die Anleger hoffen auf einen Förderstopp.

Quelle:Handelsblatt Online

Rund eine Woche vor den Gesprächen der Erdölexporteure in Doha sind Rohstoffanleger optimistisch wie selten. Die Hoffnung auf einen Förderstopp treibt die Kurse. Der Ölpreis pendelt wieder um die 40-Dollar-Marke.

Frankfurt/DüsseldorfAm Ölmarkt macht sich wieder wieder Optimismus breit: Die Anleger machen sich weniger Sorgen um die Abkühlung der Weltwirtschaft. Vor allem hoffen sie aber auf einen Förderstopp. Am 17. April treffen sich Erdölexporteure in Doha. Bereits im Februar haben Russland, Saudi Arabien, Venezuela und Katar sich darüber verständigt, die Fördermenge auf dem Level von Januar zu belassen. Jedoch betonten sie, dass der Deal davon abhänge, ob auch weitere Produzenten bei dem Förderstopp mitmachen. Die beiden richtungsweisenden Ölsorten verteuerten sich erheblich: Die Nordseesorte Brent kletterte um 3,4 Prozent und stand am frühen Nachmittag bei 40,8 US-Dollar je Barrel. Die texanische Sorte WTI kletterte um satte 3,8 Prozent auf 38,7 US-Dollar.

Der russische Energieminister Alexander Novak ist am Freitag nochmal auf die Wichtigkeit der aufkommenden Konferenz. „Natürlich hoffen wir, dass der Deal zustande kommt”, so Novak. Nach Angaben des russischen Energieministeriums werden derzeit täglich mehr als 1,5 Millionen Barrel Öl zu viel produziert. „Das Treffen richtet sich vor allem auf den Förderstopp auf Januar-Level, aber auch andere Vorschläge sind willkommen”, so Novak. Sowohl der Rubel als auch der russische Aktienindex kletterten am Freitag nach oben. Der Rubel kletterte um 1,3 Prozent nach oben und kostete am Nachmittag noch rund 76,6 Euro.

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Auch aus Deutschland kamen positive Nachrichten für die Rohstoff-Anleger. Bei ihren Käufen stützten sie sich unter anderem auf positive Aussagen der Rating-Agentur Moody's zur deutschen Konjunktur. Die Experten sagten für 2016 eine leichte Beschleunigung des heimischen Wachstums auf 1,8 Prozent voraus.

Äußerungen von Janet Yellen trugen ebenfalls zur positiven Stimmung bei. Die Fed-Chefin hatte in der Nacht zum Freitag gesagt, die Fortschritte der US-Konjunktur seien „zufriedenstellend”. Die Wirtschaft sei auf einem „soliden Kurs”. Anzeichen für Spekulationsblasen gebe es nicht.

Die Analysten der Investmentbank Jefferies warnten aber vor überzogenen Erwartungen an die Ölpreis-Entwicklung. Wegen der weltweiten Überproduktion seien Kursrückschläge jederzeit möglich. Wegen der Ölschwemme ist der Preis des „schwarzen Goldes” seit Mitte 2014 um etwa zwei Drittel eingebrochen. Am 17. April wollen die großen Exportländer über eine Begrenzung der Fördermengen diskutieren.

Quelle:  Handelsblatt Online
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