Wall Street: Rekordsumme für die Lobby-Arbeit

Wall Street: Rekordsumme für die Lobby-Arbeit

, aktualisiert 09. März 2017, 14:22 Uhr
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Die US-Finanzbranche hat in den vergangenen zwei Jahren eine Rekordsumme für Lobbyarbeit investiert – und ist mit dem Ergebnis bislang zufrieden.

Quelle:Handelsblatt Online

Zwei Milliarden Dollar – soviel hat die US-Finanzbranche in den vergangenen zwei Jahren für Lobbyarbeit ausgegeben. Ziel waren vor allem eine Deregulierung der Finanzmärkte und Wahlsiege der Republikaner.

WashingtonDie US-Finanzbranche hat einer Studie zufolge in der Hoffnung auf eine Aufweichung der Regulierung Rekordsummen in die Lobby-Arbeit gesteckt. In den vergangenen zwei Jahren habe der Sektor insgesamt zwei Milliarden Dollar für politische Aktivitäten ausgegeben, zeigte eine Untersuchung der Interessengruppe Americans for Financial Reform. Darin seien 1,2 Milliarden Dollar an Wahlkampfspenden enthalten.

Auf jedes Kongress-Mitglied seien so rechnerisch 3,7 Millionen entfallen. Das sei der höchste Wert seit Beginn der Statistik 1990. Die Lobby-Ausgaben von Wells Fargo, Citigroup, Prudential Financial und Goldman Sachs hätten jeweils mehr als zehn Millionen Dollar betragen.

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Die Wall Street macht sich dafür stark, dass die im Zuge der weltweiten Finanzkrise verschärften Auflagen zurückgefahren werden. Würden die Forderungen erfüllt, könnten schätzungsweise bis zu 218 Milliarden Dollar frei werden, die an Aktionäre weitergereicht oder in den Banken investiert werden könnten.

Die Branche hatte dabei insbesondere auf Erfolge der Republikaner gehofft. Nach seinem Wahlsieg hat der neue Präsident Donald Trump bereits angekündigt, die Regulierung teilweise zurückzudrehen.

Die Experten von Goldman Sachs gehen davon aus, dass die großen Geschäftsbanken deutlich von den Änderungen profitieren werden, die Trump und der republikanisch dominierte Kongress voraussichtlich auf den Weg bringen werden. Es sei aber unwahrscheinlich, dass die unter dem Schlagwort Dodd-Frank bekanntgewordene Finanzreform komplett rückgängig gemacht werde.

Quelle:  Handelsblatt Online
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