Weltbank warnt: Asiens Volkswirtschaften schwächeln

Weltbank warnt: Asiens Volkswirtschaften schwächeln

, aktualisiert 22. November 2011, 09:04 Uhr
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Containerhafen in Singapur: Auch in Asien droht eine Abschwächung der Konjunktur.

von Finn Mayer-KuckukQuelle:Handelsblatt Online

Während Europa und die USA immer tiefer in der Krise versinken, haben immerhin noch die fernöstlichen Schwellenländer die Konjunktur gestützt. Doch nun warnt die Weltbank: Auch sie sind nicht immun.

PekingDie Weltbank erwartet für die Schwellenländer in Ostasien ein Abschwächung der Konjunktur. „Die Wachstumsaussichten sind von globalen Unsicherheiten belastet“, sagt Bert Hofmann, Chefökonom für Asien-Pazifik bei der internationalen Organisation, in einer Telefonferenz aus Singapur.

Europäische Banken und Investoren könnten weiteres Kapital aus Fernost abziehen, da sie eigenen Finanzlöcher zu stopfen haben. Auch Bestellungen aus den USA für die Ausfuhrwirtschaft werden vermutlich in nächster Zeit nicht nennenswert zurückkommen. „Das Wachstum ist derzeit immer noch stark, aber wir erwarten eine Abschwächung“, fasst Hofmann zusammen.

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Zugleich gibt es auch reichlich Hoffnungszeichen. Die Staaten in Fernost haben längst vorgesorgt und sich Finanzpolster in Form großer Währungsreserven angelegt – auch ein noch so großer Kapitalabfluss wird sie voraussichtlich nicht ins Wanken bringen.

Außerdem steigt vor allem in China die Binnennachfrage: Die wachsende Mittelklasse leistet sich immer mehr schöne Sachen wie Autos oder eine schöne Ausstattung der Wohnung. „Chinas Anteil an den weltweiten Importen ist gewachsen“, sagt Weltbank-Ökonom Hofmann. „Es wird zu einer immer wichtigeren Quelle für die globale Nachfrage.“

Eine große Sorge bleibt jedoch die Lage in Europa – ein wichtiger Handelspartner und Finanzier der asiatischen Staaten. In Asien verlieren die Aktienmärkte an Wert, da immer mehr Anleger ihr Geld abziehen. Schwellenländer-Investments gelten ohnehin als riskant. In unsicheren Zeiten schichten die Anleger lieber in sicherere Alternativen zum.

Für da laufende Jahr erwartet die Weltbank für die Schwellenländer Ostasiens ein Wachstum von 8,2 Prozent, das hauptsächlich von China getragen wird. Im kommenden Jahr wird der Wert der internationalen Finanzeinrichtung zufolge auf 7,8 Prozent abnehmen.

Quelle:  Handelsblatt Online
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