Zahlungsverkehr: EZB-Direktor warnt Banken vor Konkurrenz durch Konzerne

Zahlungsverkehr: EZB-Direktor warnt Banken vor Konkurrenz durch Konzerne

, aktualisiert 09. November 2017, 17:28 Uhr
Quelle:Handelsblatt Online

Banken müssten eine neue weitreichende Konkurrenz durch Internet-Konzerne fürchten, sagt EZB-Direktor Mersch. Der Bankenbestand werde schrumpfen. Keine Gefahr drohe hingegen durch Fintechunternehmen, so der Notenbanker.

WienEZB-Direktor Yves Mersch sieht die größte Gefahr für europäische Geldhäuser derzeit darin, dass große Konzerne wie Amazon Banken kaufen und damit Einzug in den Zahlungsverkehr erhalten. Damit könnten diese Firmen den

„Markt aufräumen“, sagte Mersch, Mitglied des sechsköpfigen Führungsteams der Euro-Notenbank, am Donnerstag bei einer Veranstaltung in Wien. Keine Gefahr für Banken droht laut EZB-Direktor hingegen von den Finanztechnologiefirmen - kurz Fintechs. Vielmehr sollten die Institute mit diesen eine Zusammenarbeit, etwa über Produktkooperationen, versuchen.

Anzeige

Einhergehend mit der digitalen Revolution werde die Anzahl der Banken weiter schrumpfen, sagte der Notenbanker. Seit Anfang der Finanzkrise sei die Anzahl der Institute zwar um 25 Prozent geschrumpft. „Das genügt aber noch lange nicht, wir sind noch immer overbanked. Deshalb: Wer zuletzt kommt, den beißen die Hunde“, sagte Mersch.

Quelle:  Handelsblatt Online
Anzeige

Twitter

Facebook

Google+

Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%