Zinsentscheid: EZB lässt alles unverändert

Zinsentscheid: EZB lässt alles unverändert

, aktualisiert 07. September 2017, 13:50 Uhr
Quelle:Handelsblatt Online

Die  Europäische Zentralbank  hat auf ihrer heutigen Sitzung eine wichtige Entscheidung getroffen: Man verändert nichts. Sowohl bei den Niedrigzinsen als auch beim Anleihenkaufprogramm gibt es keine Änderungen.

FrankfurtDie EZB und die nationalen Notenbanken der Euro-Länder erwerben seit März 2015 Staatsanleihen und andere Wertpapiere - momentan für 60 Milliarden Euro pro Monat. Dieses Tempo soll noch bis mindestens Ende 2017 beibehalten werden. Mit den Käufen sollen Banken dazu bewogen werden, weniger in diese Titel zu investieren und stattdessen mehr Kredite auszureichen.

Ihren Leitzins zur Versorgung der Geschäftsbanken mit Geld beließen die Euro-Wächter auf dem Rekordtief von 0,0 Prozent. Dort liegt er bereits seit März 2016. Der EZB-Rat geht auch nach der September-Sitzung unverändert davon aus, dass die Leitzinsen für längere Zeit auf ihrem aktuellen Niveau bleiben werden. Die Währungshüter behielten zudem die Strafzinsen für Banken auf dem bisherigen Niveau. Die Institute müssen demnach 0,4 Prozent zahlen, wenn sie über Nacht Geld bei der Notenbank parken.

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Mit Spannung warten die Experten auf die Pressekonferenz mit Mario Draghi, die um 14.30 Uhr beginnt. Wird der EZB-Präsident den starken Euro-Kurs thematisieren? Seit Jahresbeginn hat der Euro im Verhältnis zum Dollar schon rund 13 Prozent zugelegt. Noch sehen Ökonomen keinen Grund zur Panik und führen den Anstieg weitgehend auf fundamentale Gründe zurück, wie die geringere politische Unsicherheit im Euro-Raum.

Wenn aber die rasante Entwicklung beim Wechselkurs so weitergeht, wird es für Unternehmen immer schwieriger, sich kurzfristig anzupassen. Dann besteht die Gefahr, dass sie bestimmte Kunden und Märkte nicht nur temporär, sondern dauerhaft verlieren.

Mehr in Kürze.

Quelle:  Handelsblatt Online
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